Arbeitsalltag, Beschäftigten

Arbeitsalltag: Ein Drittel der jungen Beschäftigten leidet monatlich unter Bauchschmerzen

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 07:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Junge Beschäftigte leiden häufig unter körperlichem Stress, legen aber großen Wert auf faire Bezahlung und ein positives Arbeitsumfeld. Gehaltstransparenz wird zunehmend selbstverständlich.

1LIVE-Studie: Junge Arbeitnehmer fordern Gehaltstransparenz und Gesundheitsschutz
Ein junger Arbeitnehmer sitzt nachdenklich an einem minimalistischen Schreibtisch in einem modernen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt für die junge Generation in Deutschland zunehmend an Bedeutung, während die Belastung messbar hoch bleibt. Dies geht aus der aktuellen 1LIVE-Studie „Arbeitgeber der Zukunft 2026/27“ hervor, die vom IFAK Institut durchgeführt wurde.

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass 30 Prozent der 14- bis 34-jährigen Erwerbstätigen und Auszubildenden mindestens einmal pro Monat mit physischem Unbehagen in Form von Bauchschmerzen ihren Dienst antreten.

Anlässlich der Veröffentlichung der Studienergebnisse findet am heutigen 18. August ein spezieller Thementag statt, der die Situation junger Arbeitnehmer in den Fokus rückt. Die Daten verdeutlichen, dass neben der gesundheitlichen Belastung auch die Erwartungen an die Rahmenbedingungen der Erwerbstätigkeit einem deutlichen Wandel unterliegen.

Unternehmenskultur und Vergütung gleichauf

Bei der Wahl eines potenziellen Arbeitgebers gewichten junge Fachkräfte verschiedene Faktoren sehr differenziert. Laut der Erhebung des IFAK Instituts stehen zwei Aspekte punktgleich an der Spitze der Prioritätenliste: Jeweils 48 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen eine angemessene Vergütung inklusive Benefits sowie eine positive Unternehmenskultur und ein gutes Betriebsklima besonders wichtig seien.

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Dicht darauf folgt der Wunsch nach Stabilität. Für 44 Prozent der Umfrageteilnehmer stellt die Arbeitsplatzsicherheit ein wesentliches Kriterium dar. Eine ausgewogene Work-Life-Balance wird von 38 Prozent als entscheidend eingestuft. Auffällig ist, dass technologische oder ideelle Aspekte im direkten Vergleich eine untergeordnete Rolle spielen.

Lediglich 22 Prozent der Befragten legen Wert auf die Bereiche Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, während für 21 Prozent die Sinnstiftung der Tätigkeit im Vordergrund steht. Das Image des Unternehmens ist für 27 Prozent der 14- bis 34-Jährigen relevant.

Neue Transparenz beim Gehalt

Ein markanter Trend zeigt sich im Umgang mit der Vergütung innerhalb der Belegschaften. Die traditionelle Zurückhaltung bei Gesprächen über den eigenen Verdienst scheint in der jungen Generation abzunehmen. Den Studienergebnissen zufolge sprechen 74 Prozent der Befragten offen über ihr Gehalt.

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Diese Entwicklung deutet auf einen Wunsch nach mehr Transparenz und Vergleichbarkeit innerhalb der Arbeitswelt hin, was wiederum die hohe Bedeutung der Vergütungsstrukturen bei der Arbeitgeberwahl unterstreicht.

Gesundheitsbranche als beliebtester Sektor

Trotz der berichteten psychischen Belastungen im Arbeitsalltag zeigt sich bei der Branchenpräferenz ein deutlicher Favorit. Die Gesundheitsbranche geht aus der Untersuchung als der begehrteste Sektor unter den jungen Erwerbstätigen hervor. Dies unterstreicht das Interesse an Berufsfeldern, die trotz hoher Anforderungen eine gesellschaftliche Relevanz aufweisen.

Die Ergebnisse der 1LIVE-Studie „Arbeitgeber der Zukunft 2026/27“ verdeutlichen insgesamt das Spannungsfeld, in dem sich junge Beschäftigte bewegen: Zwischen dem Wunsch nach wirtschaftlicher Sicherheit und einer gesunden, transparenten Unternehmenskultur auf der einen Seite sowie einer spürbaren psychischen Belastung im Alltag auf der anderen Seite.

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