Arbeitsschutz, Handlungspflicht

Arbeitsschutz: Neue Handlungspflicht ab 26 Grad Raumtemperatur

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 15:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die KUVB stellt ihr Fortbildungsprogramm 2026 vor. Neue Kurse adressieren KI-Regularien, Cybersicherheit und aktuelle Arbeitsschutzvorgaben.

KUVB-Seminarprogramm 2026: Neue Kurse zu Sicherheit und KI
Ein moderner, professioneller Arbeitsplatz mit Laptop, Schutzhelm und Brille, symbolisch für Arbeitssicherheit und digitale Weiterbildung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) hat ihr Seminarprogramm für das Jahr 2026 vorgestellt. Das Angebot umfasst eine breite Palette an branchenspezifischen sowie branchenübergreifenden Fortbildungen, die sich auf die Themen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit konzentrieren. Die ersten Termine der neuen Kursreihen sind ab März 2026 vorgesehen.

Aktualisierte Richtlinien und technischer Wandel

Parallel zu den neuen Schulungsangeboten der KUVB wurden auch übergeordnete Sicherheitsvorgaben grundlegend modernisiert. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Regel 114-007 zur Sicherheit bei der Instandhaltung von Luftfahrzeugen nach 34 Jahren komplett überarbeitet. Die Neufassung berücksichtigt aktuelle technologische Entwicklungen, insbesondere Vorgaben für Hochvolttechnologien wie Elektro-, Hybrid- und Wasserstoffsysteme. Zudem finden nun auch Maßnahmen gegen psychische Belastungen Berücksichtigung, die durch den zunehmenden Zeitdruck und Wettbewerb in der Branche entstehen können.

Auch für den Bereich der Informationstechnik und Digitalisierung entstehen neue Qualifizierungsbedarfe. Das Unternehmen Lecturio bietet vor dem Hintergrund des EU AI Acts ein Schulungsprogramm zur KI-Kompetenz an. Dies ist besonders relevant, da Aufsichtsbehörden ab dem 2. August 2026 handlungsfähig werden und bei Verstößen gegen verbotene KI-Praktiken Sanktionen von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes drohen. Ergänzend dazu bietet Althammer & Kill am 4. September 2026 ein Online-Seminar zu den Management-Pflichten im Rahmen des NIS-2-Umsetzungsgesetzes an. Die Kosten für diese Schulung zur Cybersicherheit belaufen sich auf 420 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

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Branchenspezifische Qualifizierungen und Fördermöglichkeiten

Im Bereich der betrieblichen Weiterbildung meldet der hds eine positive Bilanz. Über den Berufsfonds For.Te. konnten 2,5 Millionen Euro mobilisiert werden. In Kooperation mit der unibz werden zudem spezielle Sommer-Vorteilswochen angeboten. Auch das Institut für Berufliche Bildung (IBB) erweitert sein Portfolio um drei neue, vom TÜV SÜD zertifizierte Module. Diese umfassen die Fachkunde für Datenschutzbeauftragte sowie Qualifizierungen zum Praxismanager für die Systeme MEDISTAR und TURBOMED, jeweils ergänzt um die Schwerpunkte E-Health und Arbeiten 4.0. Diese Kurse sind bundesweit als Live-Online-Training verfügbar und können über Bildungsgutscheine gefördert werden.

Für Fachkräfte in sozialen und pädagogischen Berufen bietet der VHS-Zweckverband Verl, Harsewinkel, Schloß Holte-Stukenbrock ab Herbst 2026 neue Lehrgänge an. Die berufsbegleitenden Programme zur Systemischen Beratung, Psychomotorik oder zur Kinderschutzfachkraft dauern zwischen 8 und 14 Monaten. Teilnehmer in Nordrhein-Westfalen können hierbei den „Bildungsscheck 2.0“ nutzen, der bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal jedoch 500 Euro, abdeckt.

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Fokus auf Gesundheitsschutz und Nachwuchsförderung

Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich des Arbeitsschutzes bleibt der Umgang mit klimatischen Belastungen. Experten der Dekra Chemnitz wiesen darauf hin, dass Arbeitgeber bereits ab einer Raumtemperatur von 26 Grad Celsius zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen; ab 30 Grad besteht eine aktive Handlungspflicht. Empfohlen werden in solchen Fällen unter anderem Lüftungskonzepte, die Bereitstellung von Wasser sowie die Lockerung von Bekleidungsregeln. Unterstützung bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen bietet zudem die Koordinierungsstelle BGF, die ein bundesweites Portal für die Pflegebranche und kleine sowie mittlere Unternehmen (KMU) gestartet hat.

Zum bevorstehenden Ausbildungsstart 2026 erinnerte der DGB zudem an die geltenden Rahmenbedingungen für Nachwuchskräfte. Die Mindestausbildungsvergütung beträgt demnach 724 Euro monatlich bei einer Probezeit von einem bis vier Monaten. Die strategische Bedeutung dieser Kompetenzentwicklung wird auch die IHK Region Stuttgart aufgreifen, die für den 9. November 2026 einen Fachkräfte-Summit zu Zukunftsthemen angekündigt hat.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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