Arbeitsschutz, Regeln

Arbeitsschutz: Neue Regeln fĂĽr Sicherheitsbeauftragte ab Juni

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 05:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Brandschutzmesse in Hannover zeigt Rekordbeteiligung und präsentiert Elektrofahrzeuge sowie neue Arbeitsschutzregeln für Feuerwehrkräfte.

Arbeitsschutz: Neue Regeln fĂĽr Sicherheitsbeauftragte ab Juni Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de
Arbeitsschutz: Neue Regeln fĂĽr Sicherheitsbeauftragte ab Juni Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Noch bis zum 6. Juni präsentieren 1.770 Aussteller – ein Rekord – ihre neuesten Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen der Klimawandel, künstliche Intelligenz und vor allem: der Schutz der Einsatzkräfte vor gesundheitlichen Gefahren.

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Elektroantrieb als Strategie gegen Dieselabgase

Ein zentrales Thema ist der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe. Die Botschaft ist klar: Elektrofahrzeuge sollen Dieselabgase auf Feuerwachen und an Einsatzorten drastisch reduzieren. Hersteller zeigen gleich mehrere Null-Emissions-Lösungen.

Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentierte ein vollelektrisches Kleinlöschfahrzeug auf Basis des ID. Buzz. Es ist mit einem 200-Liter-Wassertank, einer Feuerlöschlanze und einem Defibrillator ausgestattet. Der Branchenriese Rosenbauer stellt den Panther Electric vor – ein elektrisches Flugfeldlöschfahrzeug – sowie den RTE Robot, der den Trend zu automatisierten und abgasfreien Einsätzen unterstreicht.

Auch die Schwergewichte mischen mit: Mercedes-Benz Trucks zeigt unter anderem den Arocs GTLF-A mit 16.000 Litern Wasser sowie verschiedene Unimog- und Zetros-Modelle fĂĽr extremste Einsatzbedingungen.

Neue Regeln fĂĽr den Arbeitsschutz

Die Debatte um die Gesundheit der Feuerwehrleute fällt mit wichtigen Gesetzesänderungen zusammen. Seit dem 29. Mai gilt eine Novelle des § 22 SGB VII, die die Anforderungen an Sicherheitsbeauftragte neu regelt.

Die wichtigsten Änderungen: Betriebe mit 20 bis 50 Beschäftigten müssen nur dann einen Sicherheitsbeauftragten bestellen, wenn konkrete Gefährdungen vorliegen. Bei 50 bis 250 Mitarbeitern ist die Bestellung mindestens einer Person Pflicht. Parallel dazu trat am 1. Juni die überarbeitete DGUV Vorschrift 2 in Kraft, die vor allem kleinere Einrichtungen bei der digitalen Sicherheitsorganisation entlasten soll.

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Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) rief auf der Messe zu gemeinsamen Anstrengungen bei diesen Herausforderungen auf. Auch Bundesinnenminister Dobrindt betonte die unverzichtbare Rolle der Freiwilligen Dienste.

Moderne Infrastruktur für saubere Einsätze

Neben Fahrzeugen investieren Feuerwehren zunehmend in spezialisierte Infrastruktur. Ein Beispiel: Am 1. Juni wurde in Knittelfeld ein neues Schlauchwartungszentrum in Betrieb genommen. Es kann rund 1.600 Schläuche reinigen und prüfen – eine entscheidende Maßnahme, um Giftstoffe und Rückstände nach Bränden zuverlässig zu entfernen.

In der Steiermark erhielten örtliche Feuerwehren kürzlich rund 70.000 Euro für neue Ausrüstung, darunter ein Einsatz-Quad und Spezialfahrzeuge. Ein Seminar an der Steirischen Feuerwehr- und Zivilschutzschule am 27. Mai befasste sich zudem mit Bauordnung und Brandschutz als zentralen Schnittstellen für Führungskräfte.

Die Digitalisierung schreitet ebenfalls voran. Der Verein „Roter Bauer" betreibt eine bundesweite Online-Datenbank, über die Landwirte ihre Geräte – von Wassertanks bis zu Kultivatoren – für Löschzwecke registrieren können. Das Ziel: bessere Ressourcenplanung bei Großbränden und Waldbränden, ohne dass die Wasserversorgung zum logistischen Problem wird.

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