Arbeitssicherheit: Unfallzahlen in Chemie und Rohstoffen um 8% gesunken
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 13:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) hat am 10. August 2026 ihren Jahresbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die statistische Auswertung belegt eine positive Entwicklung für die Arbeitssicherheit in den Mitgliedsbetrieben: Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ging im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurück.
Sinkende Unfallzahlen und verbesserte Unfallquote
Nach Angaben der Berufsgenossenschaft wurden im Berichtsjahr 2025 insgesamt 20.409 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert. Dies entspricht einem Rückgang von 8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024, in dem die Behörden noch 22.196 Unfälle verzeichnet hatten.
Parallel zu den absoluten Fallzahlen verbesserte sich auch die Unfallquote je 1.000 Vollzeitäquivalente. Während dieser Wert im Jahr 2024 bei 16,96 gelegen hatte, sank er im Jahr 2025 auf 15,97. Diese Kennzahl gilt als wesentlicher Indikator für das tatsächliche Unfallrisiko am Arbeitsplatz, da sie die Zahl der Unfälle in Relation zur geleisteten Arbeitszeit setzt.
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Rückläufige Tendenz bei Wegeunfällen
Neben den Unfällen am unmittelbaren Arbeitsplatz erfasst der Jahresbericht der BG RCI auch die sogenannten Wegeunfälle, die sich auf dem Hin- oder Rückweg zur Arbeitsstätte ereignen. Auch in diesem Bereich ist eine abnehmende Tendenz festzustellen. Für das Jahr 2025 wurden 4.867 Wegeunfälle gemeldet. Im Vorjahr 2024 lag die Zahl mit 5.001 Vorfällen noch geringfügig höher.
Investitionen in Prävention und finanzielle Leistungen
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Ein zentraler Bestandteil des Jahresberichts 2025 ist die Aufschlüsselung der finanziellen Aufwendungen. Die BG RCI investierte im Berichtszeitraum 135 Millionen Euro in Präventionsmaßnahmen. Diese Mittel fließen unter anderem in die Beratung von Unternehmen, Schulungen und die Entwicklung von Sicherheitsstandards, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten bereits im Vorfeld zu verhindern.
Den größten Posten innerhalb der Gesamtausgaben bilden jedoch die Leistungen für die Versicherten. Insgesamt wurden im Jahr 2025 Leistungen in Höhe von 938 Millionen Euro erbracht. Dieser Betrag macht 80 Prozent der Gesamtausgaben der Berufsgenossenschaft aus. Die Zahlungen umfassen unter anderem Heilbehandlungen, Rehabilitationsmaßnahmen sowie Rentenzahlungen für Versicherte, die infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten haben.
