Arbeitszeitgesetz: Bas plant Wechsel zur 48-Stunden-Woche
15.06.2026 - 04:20:04 | boerse-global.de
Kern der geplanten Neuausrichtung: Die Abkehr vom starren Acht-Stunden-Tag hin zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden.
Aktuell sind acht Stunden pro Tag die Regel, Ausnahmen bis zu zehn Stunden sind bei entsprechendem Ausgleich möglich. Die gesetzliche Ruhezeit von elf Stunden zwischen den Schichten soll erhalten bleiben.
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Arbeitgeberverbände begrüßen den Vorstoß als Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit. DGB-Chefin Yasmin Fahimi zeigt sich skeptisch und rät von der Reform ab.
Politische Fronten verhärten sich
Unionsfraktionschef Jens Spahn drängt auf eine zügige Umsetzung. Eine wöchentliche statt täglichen Höchstarbeitszeit bringe mehr Flexibilität in die Betriebe, so seine Argumentation.
Die SPD-Fraktion widerspricht. Der Koalitionsvertrag sehe keine generelle Abschaffung des Acht-Stunden-Tags vor. Ziel sei eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zudem verweist die Fraktion auf die EU-Arbeitszeitrichtlinie, die Beschäftigte durch die elfstündige Ruhezeit schütze.
Die Debatte dürfte in den kommenden Wochen an Schärfe gewinnen.
KI macht krank: „AI Brain Fry“ als neues Phänomen
Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen rückt ein weiteres Problem in den Fokus: die psychische Belastung durch Künstliche Intelligenz.
Eine aktuelle BCG-Studie unter 1.500 US-Angestellten beschreibt das Phänomen des „AI Brain Fry“. Die intensive Nutzung von KI-Tools führt demnach zu mentaler Erschöpfung. Betroffene klagen über Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und eine generelle Eintrübung.
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Für HR-Abteilungen entstehen daraus neue Herausforderungen in der Burnout-Prävention.
Achtsamkeit boomen – doch nicht alle Seminare laufen
Die hessische Weiterbildungsdatenbank verzeichnet aktuell 108 Angebote zum Thema Achtsamkeit. Das Spektrum reicht von einwöchigen Intensivausbildungen zum Achtsamkeitstrainer bis zu Stressbewältigungsseminaren.
Doch nicht jede Weiterbildung findet ihr Publikum: Ein für Dresden geplantes Fachseminar zur betrieblichen Altersversorgung wurde mangels Nachfrage abgesagt. Ersatztermine sind für den Spätsommer in Kassel und Dortmund geplant.
Parallel dazu bleiben klassische Themen gefragt. Die IHK Cottbus informiert am 18. Juni über rechtliche und finanzielle Aspekte der Unternehmensnachfolge – inklusive Steuerfragen und Unternehmensbewertung.
