Arbeitszeitgesetz, DGB

Arbeitszeitgesetz: DGB warnt vor 13-Stunden-Schichten

08.06.2026 - 12:41:09 | boerse-global.de

DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi kritisiert die geplanten Reformen der Bundesregierung als wirtschaftlich und sozial verfehlt. Sie warnt vor einer GefÀhrdung der Konjunktur.

DGB-Chefin Fahimi: Reformpaket der Regierung gefÀhrdet Erholung
Arbeitszeitgesetz - Ein Nahaufnahme eines Holzhammers auf einem dunklen Holztisch, im Hintergrund unscharfe Personen in einem Besprechungsraum. 08.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die DGB-Vorsitzende warnt vor einem wirtschaftlichen Fehlschlag.

Die Koalition will bis zur Sommerpause ein umfassendes Reformpaket schnĂŒren. Änderungen bei der Einkommensteuer, am Arbeitsmarkt, in der Rentenversicherung und beim BĂŒrokratieabbau stehen auf dem Plan. Fahimi bezeichnet den Kurs als ökonomisch und sozial völlig verfehlt. Der Sparkurs drohe die wirtschaftliche Erholung zu ersticken.

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Falsche PrioritÀten beim Sparen

Der Gewerkschaftsbund sieht die Binnennachfrage in Gefahr. Fahimi kritisiert die geplante Gegenfinanzierung der Steuerreform durch pauschale SubventionskĂŒrzungen. Stattdessen fordert sie gezielte Entlastungen fĂŒr investitionswillige Unternehmen und einen massiven Ausbau der Energieinfrastruktur.

Beim Koalitionsausschuss am Mittwoch wollen die Gewerkschaften eigene GegenvorschlÀge einbringen. Ziel: Investitionsanreize setzen, ohne die soziale Sicherheit oder die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu untergraben.

Streit um Arbeitszeitgesetz eskaliert

Ein zentraler Konfliktpunkt bleibt die geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes. Die Regierung will die tÀgliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer wöchentlichen Grenze aufgeben. Fahimi nennt das Vorhaben einen rein ideologisch getriebenen IrrlÀufer.

Der DGB warnt: Durch die Neuregelung wĂ€ren Arbeitsschichten von bis zu 13 Stunden möglich. Bisher liegt die tĂ€gliche Grenze bei acht Stunden, unter bestimmten Bedingungen bei zehn. Fahimi wirft Arbeitgebern vor, illegale Überstunden legalisieren zu wollen. Flexible Modelle sollten ĂŒber TarifvertrĂ€ge und BetriebsrĂ€te geregelt werden.

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Regierung bleibt entschlossen

Trotz der massiven Kritik hÀlt die Koalition an ihren PlÀnen fest. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte am Sonntag auf einem CDU-Landesparteitag die Notwendigkeit der Reformen. Union und SPD wollen bis Ende Juni oder Anfang Juli die Eckpunkte festlegen.

BundesratsprÀsident Andreas Bovenschulte empfiehlt, sich zunÀchst auf die Steuerreform zu konzentrieren. Die Rentenreform könne auch in der zweiten JahreshÀlfte kommen. Das Treffen am Mittwoch zwischen Regierung und Sozialpartnern gilt als entscheidende Weichenstellung.

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