Asien, Wachstum

Asien: Mehr Wachstum und schönere Charts

Veröffentlicht am: 02.07.2009 um 15:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Viele Anleger stellen sich immer noch die Frage, ob es sinnvoll sei, sich an den asiatischen Börsen zu engagieren. Sie glauben, dass in einer globalisierten Welt ohnehin alles mit allem zusammenhÀnge. Deshalb macht es ihrer Meinung nach keinen Unterschied, in welche MÀrkte man investiere.

Es stimmt tatsĂ€chlich, dass sich Asiens Börsen in der Finanzkrise nicht von den westlichen AktienmĂ€rkten abkoppeln konnten. Allerdings handelte es sich hier um eine Extremsituation, die weltweit von hohen Risiken und dĂŒsteren Prognosen geprĂ€gt war. In „normalen“ Zeiten ist es dagegen durchaus ĂŒblich, dass sich einzelne Börsen auseinander entwickeln – und zur NormalitĂ€t kehren wir zurzeit zurĂŒck. Und die Unterschiede zwischen den Fernost-Börsen und den West-Börsen sind bereits jetzt grĂ¶ĂŸer, als viele glauben.

Sehen wir also genauer hin:

- der breite amerikanische S&P 500 Index ist letzte Woche wieder unter das Niveau vom Beginn des Jahres 2009 abgerutscht. Beim Dow Jones Index und beim DAX ergibt sich ein Ă€hnlich trauriges Bild. Ganz anders die Situation in Asien. Hier liegt etwa der Hongkonger Hang Seng Index seit Jahresbeginn 25 Prozent im Plus; der indische Sensex 30 hat sich seither um 50 Prozent und der taiwanesische TAIEX um 35 Prozent verbessert. Der chinesische Shanghai Composite Index wiederum hat gestern sogar die 3000-Punkte-Linie ĂŒberschritten und damit einen neuen Jahres-Höchststand erreicht. Seit Neujahr hat er damit um ĂŒber 60 Prozent zugelegt.

- sowohl der Dow Jones Index als auch der DAX haben noch im MĂ€rz 2009 neue langjĂ€hrige TiefstĂ€nde ausgebildet. In Asien war dies lediglich beim leidgeprĂŒften japanischen Nikkei 225 der Fall. SĂ€mtliche ĂŒbrigen asiatischen Indizes hatten zuvor bereits im Oktober 2008 ihre TiefstĂ€nde markiert, unter die sie dann im MĂ€rz 2009 nicht mehr gefallen sind.

- Das Finanz- und Kreditsystem in den westlichen Industrienationen ist weiterhin schwer angeschlagen. Die von den Regierungen gestĂŒtzten Banken sind kaum in der Lage, die Wirtschaft mit der nötigen LiquiditĂ€t zu versorgen. Indessen ist im gesamten asiatischen Wirtschaftsraum – der bei vielen deutschen Anlegern immer noch als instabil gilt – keine einzige große Bank nennenswert in Schwierigkeiten geraten oder gar zusammengebrochen.

- die westlichen Volkswirtschaften werden 2009 unter einer schweren Rezession leiden, und sich auch 2010 nur langsam erholen. Laut SchĂ€tzungen der Weltbank werden das europĂ€ische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 4,5 Prozent und die US-Wirtschaft um 3 Prozent schrumpfen. Dagegen wird Chinas Bruttoinlandsprodukt um 7,2 Prozent anwachsen. FĂŒr Indien und SĂŒdostasien stellt die Weltbank Wachstumsraten von jeweils 5,1 Prozent und 4,6 Prozent in Aussicht.

Sie sehen selbst: Sowohl aus fundamentaler wie aus charttechnischer Sicht spricht vieles dafĂŒr, dass Asiens Börsen sich kĂŒnftig ĂŒberdurchschnittlich entwickeln werden. ASIEN-TRENDS gibt Ihnen fĂŒr diese Outperformer-Börsen die konkreten Handlungsempfehlungen.


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