Atlas-Übernahme: 124 Beschäftigte wechseln in Transfergesellschaft
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 22:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Buhler Versatile kauft die insolvente Atlas-Gruppe aus Ganderkesee. Die Übernahme wird zum 1. September abgeschlossen.
Der kanadische Landmaschinenhersteller hat alle nötigen Genehmigungen erhalten. Damit endet das Sanierungsverfahren, das im Februar startete. Rund 200 der ursprünglich 400 Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Transfergesellschaft für 124 Beschäftigte
Für die nicht übernommenen Mitarbeiter steht ein Sozialplan. 124 Beschäftigte wechseln in eine Transfergesellschaft mit neun Monaten Laufzeit. Sie erhalten 85 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts.
Für 14 Mitarbeiter fanden sich individuelle Lösungen, 11 Menschen trifft eine betriebsbedingte Kündigung. Die Verhandlungen über die Standorte in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta laufen teilweise noch.
Branche im Umbruch
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Der Fall Atlas steht für viele Restrukturierungen in der deutschen Industrie. Auch beim Sensortechnik-Hersteller Sick in Südbaden einigten sich Betriebsrat und Geschäftsführung: 450 Stellen fallen weg, etwas weniger als geplant. 230 Arbeitsplätze werden aktiv abgebaut, der Rest über natürliche Fluktuation.
Bei beiden Unternehmen stehen finanzielle Ausgleichsleistungen im Zentrum der Vereinbarungen.
Weitere Übernahmen im Mittelstand
Der Gütersloher Bekleidungshersteller Marc Aurel verzeichnet nach der Übernahme durch MKCP 42 Kündigungen. Die Beteiligungsgesellschaft Mutares schloss zudem den Kauf eines Thermoplast-Geschäfts von SABIC ab – unter dem Namen NexPoint Materials mit 2.800 Mitarbeitern an acht Standorten.
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Der Verpackungsspezialist Gerresheimer verkauft Teile seines Geschäfts für 1,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Apax. Rund 2.400 Beschäftigte sind davon betroffen.
Für Atlas bedeutet der kanadische Einstieg erstmal Stabilisierung nach Monaten der Unsicherheit. Die Integration in die Asko-Gruppe soll die Baumaschinensparte langfristig wettbewerbsfähig machen.
