Auftragsreserven: Deutsche Industrie wächst, Chemie bricht ein
Veröffentlicht: 19.06.2026 um 03:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Bestellungen kalenderbereinigt sogar um 8,4 Prozent zu.
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Auslandsgeschäft treibt das Wachstum
Haupttreiber der Entwicklung waren die Aufträge aus dem Ausland. Sie stiegen um 0,6 Prozent. Die Inlandsnachfrage legte dagegen nur um 0,2 Prozent zu. Trotz des Zuwachses blieb die Reichweite der Auftragsbücher stabil. Die vorhandenen Bestellungen reichen rechnerisch für 8,8 Monate Produktion – genauso lange wie im Vormonat.
Unterschiede zwischen den Branchen
Das Bild innerhalb der Industrie fällt uneinheitlich aus. Besonders stark legten die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen zu. Ihr Auftragsbestand wuchs um 2,4 Prozent. Auch der sonstige Fahrzeugbau verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent.
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Ganz anders sieht es in der Chemiebranche aus. Dort sanken die Auftragsreserven im April um deutliche 3,7 Prozent. Die deutsche Industrie zeigt sich damit gespalten: Während technologieorientierte Zweige und der Fahrzeugbau zulegen, kämpft die Chemie mit schrumpfenden Auftragspolstern.
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