Baerbock besucht Rafah - Forderung nach humanitÀren Feuerpausen
09.01.2024 - 11:21:05 | dpa.deNötig sei eine deutlich weniger intensive, gezieltere Anti-Terror-Operation der israelischen Armee. "Und wir brauchen mehr humanitĂ€re Pausen, damit deutlich mehr Hilfe an die Menschen verteilt werden kann", sagte die GrĂŒnen-Politikerin am Dienstag bei einem Treffen mit dem Ă€gyptischen AuĂenminister Samih Schukri in der Hauptstadt Kairo. Baerbock kĂŒndigte an, sie werde im Anschluss nach Rafah reisen, an den Ă€gyptischen GrenzĂŒbergang zum sĂŒdlichen Teil des Gazastreifens.
Von Rafah aus wird nach wie vor der GroĂteil der internationalen Hilfslieferungen in den Gazastreifen abgewickelt. Baerbock hatte Israel schon zu Beginn ihres Nahostbesuches am Sonntag in Jerusalem aufgefordert, mehr Hilfslieferungen fĂŒr die notleidende Bevölkerung in Gaza zuzulassen.
"Die israelische Armee muss mehr tun, um die Zivilistinnen und Zivilisten in Gaza zu schĂŒtzen", sagte Baerbock. "Das Leid so vieler unschuldiger PalĂ€stinenser kann so nicht weitergehen", sagte sie. Mit Schukri habe sie sehr intensiv und sehr lange und vertraulich darĂŒber gesprochen, wie man zu neuen humanitĂ€ren Pausen kommen könne, "damit Menschen in Israel und in PalĂ€stina endlich in Frieden und in Sicherheit leben können". Baerbock sprach sich auch erneut fĂŒr eine Zweistaatenlösung zwischen Israel und den PalĂ€stinensern aus.
Baerbock und ihre Delegation fuhren im Anschluss zum Flughafen Kairo, um zunĂ€chst mit einer Bundeswehr-Transportmaschine vom Typ A400M nach Al-Arisch an der MittelmeerkĂŒnste in der NĂ€he von Rafah zu fliegen.
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