Bahn-Großsperrung ab 21. August: Köln-Düsseldorf für Wochen dicht
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat den für heute geplanten Warnstreik bei der Saarbahn abgesagt. Zum Schulbeginn im Saarland entspannt sich die Lage damit vorerst. Doch der Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) bleibt festgefahren – weitere Streiks für morgen sind nicht vom Tisch.
Ersatzverkehr bleibt bestehen
Die Saarbahn hält trotz der Absage an ihrem Bus-Ersatzverkehr fest. Rund 80 Lokführer sind von dem Arbeitskampf betroffen. Erst am vergangenen Freitag endete der zehnte Warnstreik in dieser Auseinandersetzung nach zwölf Stunden Dauer.
Die Landesschülervertretung im Saarland reagiert mit Frust auf die anhaltende Unsicherheit. Sie fordert flexiblere Lösungen für Leistungsnachweise und eine frühzeitigere Informationspolitik der Verkehrsbetriebe. Schüler müssten ihren Schulweg verlässlich planen können.
Auch andernorts drohen Probleme zum Schulstart: In Gießen fallen heute mehrere Verstärkerfahrten am Morgen und Mittag aus. Technische Mängel an den Fahrzeugen sind der Grund, Ersatzbusse sollen einspringen.
Ab 21. August ist die Strecke zwischen Köln und Düsseldorf für Wochen voll gesperrt – das betrifft Pendler und Bahnreisende gleichermaßen. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie trotzdem zuverlässig ankommen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Streit um DB Cargo und Lkw-Fahrverbote
Parallel verschärft sich der Ton in der Güterlogistik. Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnt vor weiteren Stellenstreichungen bei DB Cargo. Der strikte Sparzwang begrenze die Kapazitäten – die Bundesregierung dürfe die Güterbahn nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Kriterien bewerten.
Für Zündstoff sorgt zudem die zeitweise Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für Lkw in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Niedersachsen. Der Bundesverkehrsminister verteidigt die Maßnahme: Wegen niedriger Wasserstände in den Flüssen müssten Transporte auf die Straße verlagert werden. Kritik kommt von ver.di und Umweltverbänden.
Die Vollsperrung zwischen Köln und Düsseldorf bringt den Berufsverkehr durcheinander – doch mit den richtigen Alternativen bleibt Ihr Alltag planbar. Sichern Sie sich jetzt die Checkliste für flexible Mobilität. Checkliste für flexible Mobilität sichern
Großsperrung zwischen Köln und Düsseldorf
Bahnreisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Ab dem späten Abend des 21. August wird die zentrale Strecke zwischen Düsseldorf und Köln für Fern- und Regionalverkehr voll gesperrt. Bis zum 4. September soll die Vollsperrung dauern, danach folgt eine Teilsperrung, die vor allem den S-Bahn-Verkehr betrifft und bis Anfang Dezember anhalten soll. Die Bahn kündigt umfangreiche Umleitungen und Bus-Ersatzverkehr an.
