Bahngewalt, GDL

Bahngewalt: GDL fordert stĂ€rkere Rechte fĂŒr Sicherheitspersonal

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach schwerem Angriff auf DB-Mitarbeiter fordern Gewerkschaften schĂ€rfere Regeln. Psychische Leiden sind nun Hauptgrund fĂŒr ArbeitsunfĂ€higkeit.

Zug-Angriff bei Karlsruhe: Sicherheitspersonal fordert mehr Schutz
Ein besorgter Zugbegleiter oder Sicherheitsbeamter in Uniform mit unscharfem Zuginneren im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der 26-JĂ€hrige ĂŒberlebt schwer verletzt – doch der mutmaßliche TĂ€ter ist wieder auf freiem Fuß.

Angriff bei voller Fahrt

Am 17. Juli geriet ein Sicherheitsmitarbeiter in einem rund 120 km/h schnellen Zug nahe Karlsruhe mit einem Fahrgast aneinander. Bei der Ticketkontrolle attackierte der 36-JĂ€hrige den Angestellten – der stĂŒrzte aus dem fahrenden Zug. Der Mitarbeiter erlitt lebensgefĂ€hrliche Verletzungen, sein Zustand gilt als stabil, aber kritisch.

Der TatverdĂ€chtige ist vorbestraft und stand unter BewĂ€hrung. Die Polizei nahm ihn fest – doch ein Haftbefehl wurde abgelehnt. Der Mann ist wieder auf freiem Fuß.

GDL-Chef fordert schÀrfere Regeln

FĂŒr die Gewerkschaften ist der Fall ein Weckruf. Mario Reiß, Chef der GDL, forderte am 19. Juli konkrete GesetzesĂ€nderungen. Sein Ziel: Sicherheitspersonal in ZĂŒgen muss stĂ€rkere Durchgriffsrechte bekommen.

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„Die aktuellen Schutzmaßnahmen reichen nicht“, so die Kernbotschaft. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) schloss sich den Forderungen an. Seit Jahren beobachten Experten eine zunehmende Gewaltbereitschaft gegenĂŒber Service- und SicherheitskrĂ€ften im öffentlichen Dienst.

Krankenstand sinkt – psychische Leiden steigen

WĂ€hrend die Debatte um Sicherheit am Arbeitsplatz lĂ€uft, veröffentlichte die DAK neue Zahlen zum Krankenstand im ersten Halbjahr 2026. Die gute Nachricht: Der Krankenstand sank leicht von 5,4 auf 5,3 Prozent. Die durchschnittlichen Fehltage gingen von 9,9 auf 9,6 pro Kopf zurĂŒck.

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Doch der Blick auf die Ursachen zeigt eine Verschiebung. Psychische Erkrankungen sind jetzt der Hauptgrund fĂŒr ArbeitsunfĂ€higkeit – die Fehltage stiegen um neun Prozent auf 184 Tage je 100 Versicherte. Atemwegserkrankungen hingegen gingen um 21 Prozent zurĂŒck.

DAK-Chef Andreas Storm begrĂŒĂŸte die politischen PlĂ€ne fĂŒr eine Teilkrankschreibung. Gerade bei psychischen Leiden könnte das den Wiedereinstieg erleichtern.

Bildung und PrÀvention

Auch abseits der großen Schlagzeilen tut sich etwas. Am 18. Juli besuchten Mitglieder von Kinder- und Jugendparlamenten das Kreishaus im Ennepe-Ruhr-Kreis – mit Einblicken in Polizeiarbeit und Verwaltung. Ziel: mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr Sicherheitsstrukturen schaffen.

Und in Fuldatal steht eine VerĂ€nderung an: Die Reinhardswaldschule stellt 2027 den Betrieb ein. Ein sonderpĂ€dagogischer TrĂ€ger will das GelĂ€nde ĂŒbernehmen und dort Wohn- und ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Menschen mit UnterstĂŒtzungsbedarf schaffen. Eine Entscheidung fĂ€llt in den kommenden Monaten.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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