Bauanträge NRW: Digitale Pflicht seit September – Papier nicht mehr akzeptiert
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 20:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Nordrhein-Westfalen müssen Bauanträge seit dem 1. September 2026 grundsätzlich digital über die Plattform Bauportal.NRW eingereicht werden. Mit der Umstellung verabschiedet sich das Bundesland schrittweise vom klassischen Papierverfahren. Kommunale Bauämter im gesamten Land passen ihre Arbeitsabläufe an die neuen Vorgaben an und setzen die landesweite Pflicht in der Praxis um.
Kommunen stoppen Annahme von Papieranträgen
Die Umstellung auf den rein elektronischen Weg hat für Antragsteller unmittelbare Konsequenzen. So wendet beispielsweise die Bauaufsicht der Stadt Oberhausen die Vorgabe zur digitalen Einreichung konsequent an. Auf Papier eingereichte Bauanträge werden von der Behörde künftig zurückgegeben und nicht mehr nachträglich digitalisiert oder eingescannt.
Nach Angaben der Stadt Oberhausen soll das digitale Verfahren dazu beitragen, Rückfragen und Verzögerungen bei Vorhaben wie Anbauten, Umbauten oder der Errichtung neuer Gebäude zu vermeiden. Die Stadt stellt auf ihrer Internetseite Informationen über die erforderlichen Unterlagen sowie den genauen Ablauf des digitalen Verfahrens bereit.
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Wuppertal bereitet Umstellung auf digitale Projekträume vor
Auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens schreitet die technische Anpassung voran. Die untere Bauaufsichtsbehörde Wuppertal bearbeitet Bauanträge ab dem 1. Oktober 2026 durchgehend digital über das Bauportal NRW.
Zum Start dieses Systems sind das vereinfachte sowie das normale Genehmigungsverfahren vollständig digitalisiert. Weitere behördliche Leistungen, darunter Verfahren zur Grundstücksteilung oder zur Eintragung von Baulasten, sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
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Das Herzstück der Wuppertaler Verwaltungspraxis bildet künftig ein digitaler Projektraum für jedes einzelne Bauvorhaben. Ergänzend dazu setzt die Behörde eine neue Terminsoftware ein, über die Termine für persönliche Gespräche, Videokonferenzen oder telefonische Rückrufe koordiniert werden können. Der Wuppertaler Baudezernent Gunnar Ohrndorf bezeichnete den bevorstehenden Starttermin am 1. Oktober als Meilenstein für die städtische Verwaltung.
