BauauftrÀge steigen im August um 23 Prozent auf Rekordwert
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 08:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBauauftrÀge und BeschÀftigung im August
- Das Statistische Bundesamt registrierte im August den stÀrksten monatlichen Anstieg seit Beginn der Statistik 1991.
- Der Tiefbau legte gegenĂŒber Juli um 31,6 Prozent zu, der Hochbau um 12,4 Prozent.
- Im August arbeiteten 548.000 Menschen im Bauhauptgewerbe, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
GroĂauftrĂ€ge treiben BauauftrĂ€ge im August
Mehrere GroĂauftrĂ€ge haben im August die AuftragsbĂŒcher der Bauunternehmen gefĂŒllt. Preis-, kalender- und saisonbereinigt lagen die Bestellungen im Bauhauptgewerbe 23,0 Prozent ĂŒber dem Juli-Wert.
StÀrkster Anstieg seit 1991
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde damit der steilste monatliche Anstieg seit EinfĂŒhrung der Statistik im Jahr 1991 erreicht. Der Zuwachs fiel im Tiefbau mit 31,6 Prozent deutlich stĂ€rker aus als im Hochbau, der 12,4 Prozent mehr Bestellungen verzeichnete.
Dreimonatsvergleich bestÀtigt AufwÀrtstrend
Im Vergleich zu den drei Monaten zuvor stiegen die AuftragseingÀnge im Bauhauptgewerbe um 7,6 Prozent. Der Tiefbau legte in diesem Zeitraum um 13,8 Prozent zu, wÀhrend der Hochbau lediglich ein Plus von 0,6 Prozent erreichte.
Umsatz und BeschÀftigung wachsen
Der preisbereinigte Umsatz des Gewerbes betrug im August 10,9 Milliarden Euro. GegenĂŒber dem Vorjahresmonat entsprach das nominal einem Anstieg von 10,1 Prozent und preisbereinigt von 4,9 Prozent.
Die Zahl der BeschÀftigten erhöhte sich binnen Jahresfrist um 1,5 Prozent auf 548.000 Personen. Damit zeigte sich der Auftragsschub im August auch bei Umsatz und BeschÀftigung.
Der August-Zuwachs markiert eine auĂergewöhnliche Bewegung bei den AuftragseingĂ€ngen des Bauhauptgewerbes. AussagekrĂ€ftiger als der einzelne Monatswert ist der Dreimonatsvergleich: Dort lag das Plus bei 7,6 Prozent, wĂ€hrend der Tiefbau mit 13,8 Prozent deutlich stĂ€rker zulegte als der Hochbau mit 0,6 Prozent.
Die Verteilung deutet darauf hin, dass vor allem Infrastruktur- und andere gröĂere Tiefbauvorhaben den Auftragsschub getragen haben. Solche GroĂauftrĂ€ge können Monatsstatistiken stark beeinflussen und erklĂ€ren, warum der Augustwert deutlich dynamischer ausfĂ€llt als der geglĂ€ttete Dreimonatsvergleich.
Relevanz fĂŒr die Bauwirtschaft
FĂŒr die Unternehmen verbessert der Anstieg zunĂ€chst die Auslastungs- und Planungsperspektiven. Der Umsatz von 10,9 Milliarden Euro sowie der BeschĂ€ftigungszuwachs auf 548.000 Personen zeigen, dass die Entwicklung nicht nur bei den Bestellungen ankommt, sondern sich auch in der laufenden GeschĂ€ftstĂ€tigkeit widerspiegelt.
Der Hochbau bleibt zugleich deutlich zurĂŒckhaltender. Sein Plus von 0,6 Prozent im Dreimonatsvergleich signalisiert, dass der Aufschwung nicht alle Segmente gleichermaĂen erreicht. FĂŒr die weitere Entwicklung kommt es deshalb darauf an, ob der Tiefbau seine Dynamik halten kann und ob sich die Nachfrage im Hochbau stabilisiert.
