Deutschland, Bau

Baubranche legt im Juni krÀftig zu: BeschÀftigung wÀchst

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 09:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Am Bau geht es bei Umsatz und AuftrÀgen deutlich nach oben. Das spiegelt sich auch in der Belegschaft. Doch die Branche zweifelt, ob sich schon eine Trendwende abzeichnet.

Die Baubranche kann sich ĂŒber deutliche ZuwĂ€chse freuen (Archivbild) - Bild: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn
Die Baubranche kann sich ĂŒber deutliche ZuwĂ€chse freuen (Archivbild) - Bild: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn

Mehr Umsatz, mehr AuftrĂ€ge, mehr BeschĂ€ftigte: Die deutsche Baubranche hat im Juni krĂ€ftig zugelegt. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe wuchs preis- und kalenderbereinigt um 11,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zugleich zogen die UmsĂ€tze preisbereinigt um 6,6 Prozent an. Dazu trugen GroßauftrĂ€ge bei.

Sowohl im Hochbau, der vom Wohnungsbau abhĂ€ngt, als auch im Tiefbau, zu dem der Straßen- und BrĂŒckenbau zĂ€hlt, wuchsen die Bestellungen deutlich. Auch im lĂ€ngeren und aussagekrĂ€ftigeren Zeitraum von April bis Juni stiegen die AuftrĂ€ge krĂ€ftig. Das spiegelt sich bei der BeschĂ€ftigung wider: Sie wuchs im Juni um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat auf rund 545.000 Menschen.

«Der Juni war ein guter Monat fĂŒr die Bauwirtschaft», sagte Felix Pakleppa, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer beim Baugewerbeverband ZDB. «Erfreulich ist vor allem der krĂ€ftige Anstieg im Straßenbau und im öffentlichen Bau. Aber nach einem schwankenden ersten Halbjahr wĂ€re es verfrĂŒht, jetzt schon von einer Bauwende zu sprechen.» 

Branche profitiert von Sondervermögen

Die Baubranche profitiert von den Milliardenausgaben des Bundes fĂŒr Straßen und Schienen. Dagegen stockt der Wohnungsbau, auch wegen gestiegener Zinsen, die sich auf erhöhtem Niveau eingependelt haben und den Hausbau fĂŒr Privatleute ebenso wie fĂŒr Investoren verteuern. Zuletzt gab es aber auch hier Zeichen fĂŒr einen AufwĂ€rtstrend: So stiegen die Baugenehmigungen im ersten Halbjahr um gut 15 Prozent, das stĂ€rkste Wachstum fĂŒr diesen Zeitraum seit dem ersten Halbjahr 2016.

Das starke Plus bei den AuftrĂ€gen gebe Hoffnung, schrieb der Bauindustrieverband HDB. Er senkte jedoch seine Umsatzprognose fĂŒr dieses Jahr von preisbereinigt 2,5 Prozent auf 1 Prozent, auch angesichts gestiegener Baukosten. Ob es sich bei den ZuwĂ€chsen im Juni um eine Trendwende oder nur ein Strohfeuer handle, bleibe abzuwarten, sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim-Oliver MĂŒller. Der Verband rechnet weiter damit, dass die BeschĂ€ftigung im Bauhauptgewerbe dieses Jahr um ein Prozent oder 10.000 Menschen auf 933.000 wĂ€chst.

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