Baustellen-Ortung, ATEX-Systeme

Baustellen-Ortung: ATEX-Systeme lokalisieren auf unter einem Meter

15.06.2026 - 15:03:00 | boerse-global.de

Die Baubranche setzt auf digitale Helfer: Neue App für Baudokumentation, smarter Maschinenpark und zentimetergenaue Ortung in Gefahrenzonen.

Bauwirtschaft digitalisiert: Neue Apps, Funk und Ortung für mehr Sicherheit
Baustellen-Ortung - Nahaufnahme eines ATEX-zertifizierten Ortungssystems auf einer Baustelle, mit verschwommenen Maschinen im Hintergrund. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Vernetzte Maschinen, spezialisierte Kommunikationslösungen und Präzisionsortung sollen Baustellen effizienter und sicherer machen.

App macht Bau-Dokumentation handschuh-tauglich

Mitte Juni wurde mit PinMy eine neue App für Bauleiter und BIM-Koordinatoren vorgestellt. Sie erlaubt es, Sprachnotizen, Fotos und Videos direkt auf digitalen Plänen oder 3D-Modellen zu verankern.

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Besonders clever: Die App lässt sich per Sprachsteuerung bedienen – auch mit Handschuhen. Sie erstellt automatisch Tagesberichte und erkennt Texte auf Fotos. Laut den Entwicklern ist die Software DSGVO-konform und bereits international im Einsatz.

Funk ist nicht gleich Funk

Trotz aller Apps: Der klassische Baustellenfunk bleibt unverzichtbar. Ein Mitte Juni veröffentlichter Branchenratgeber warnt jedoch vor Billig-Lösungen. Entscheidend sind Sprachverständlichkeit unter Gehörschutz und Störfestigkeit gegen Stahl und Beton.

Experten raten, Systeme nach dem Einsatzfall zu wählen – nicht nach dem Preis. Vor allem die Integration von Headsets und die Bedienbarkeit mit Schutzausrüstung entscheiden über die Akzeptanz der Arbeiter.

Maschinen werden zu Datenlieferanten

Zeppelin Rental hat Mitte Juni sein Angebot erweitert: Neue Maschinen kommen mit modernen Assistenzsystemen und Datenstandards. Ein Mobilbagger ist etwa für den Standard MiC 4.0 vorgerüstet – das ermöglicht die Kommunikation zwischen Maschine und Anbaugerät.

Auch bei den Personenbauaufzügen geht es voran. Sie sind mit einer IoT-Box ausgestattet, die Zutrittskontrolle per RFID und Fernüberwachung von Auslastungsdaten erlaubt. Neue Raddumper setzen auf Ergonomie und Sicherheit durch ein Drehsitzkonzept – und sind für HVO-Kraftstoffe ausgelegt.

Ortung auf den Zentimeter genau

Für besonders riskante Umgebungen gibt es neue Lösungen zur Echtzeit-Ortung. Die ATEX-Produktfamilie von Litum ist für explosionsgefährdete Bereiche der Zonen 1 und 2 zertifiziert. Ultra-Breitband-Technologie (UWB) und Bluetooth Low Energy (BLE) liefern eine Genauigkeit von unter einem Meter.

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Die Technik zielt auf Petrochemie, Bergbau und Energiewirtschaft. CEO Ozgur Ulku verspricht: „Die Systeme schließen Transparenzlücken und verbessern die Notfallbereitschaft.“ Parallel dazu entwickelt die TU Graz einen vierbeinigen Roboter für Feuerwehreinsätze, der ferngesteuert Schadstoffmessungen durchführt.

Behörden suchen Verstärkung

Der technologische Fortschritt wird von mehr Kontrolle begleitet. In Sachsen sucht die Baustellenaufsicht händeringend Fachpersonal. Die Behörden konzentrieren sich auf Projekte mit besonderem Gefährdungspotential – und prüfen unter anderem die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes sowie die Ursachen schwerer Arbeitsunfälle.

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