US-MilitÀr: Drei Tote bei Huthi-Angriff auf Frachtschiff
07.03.2024 - 10:14:48 | dpa.de"Die multinationale Besatzung meldet drei Todesopfer", teilte das Regionalkommando des US-MilitÀrs am spÀten Mittwochabend mit. Es gebe zudem mindestens vier Verletzte, von denen sich drei in kritischem Zustand befÀnden.
Unter den Toten seien zwei philippinische Seeleute, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf das philippinische Ministerium fĂŒr Gastarbeiter. Mindestens zwei weitere Staatsangehörige seien verletzt worden, hieĂ es. Die Besatzung sei zu einem sicheren Hafen gebracht worden.
Die vom Iran unterstĂŒtzte Huthi-Miliz im Jemen reklamierte den Angriff fĂŒr sich. Es ist Medienberichten zufolge das erste Mal, dass bei einem Angriff der Huthi Besatzungsmitglieder eines Handelsschiffs getötet wurden.
Die "True Confidence" steht nach Angaben des WeiĂen Hauses unter der Flagge von Barbados und befindet sich in liberianischem Besitz. Das Handelsschiff war am Mittwochvormittag etwa 50 nautische Meilen sĂŒdwestlich der Hafenstadt Aden von einem Geschoss getroffen und beschĂ€digt worden, wie die fĂŒr Sicherheit der Handelsschifffahrt zustĂ€ndige Stelle der britischen Marine (UKMTO) mitteilte. Die Besatzung habe das Schiff verlassen.
Ein Sprecher der Huthi-Miliz erklĂ€rte am Donnerstagmorgen auf X (ehemals Twitter), dass die USA "fĂŒr alles was im Roten Meer passiert" die Verantwortung tragen. Er betonte, die Huthi griffen kein Schiff ohne vorherige Warnung an. "Es gibt jene, die sich fĂŒgen und zurĂŒckziehen, und jene, die sich weigern, woraufhin wir sie ins Visier nehmen", so der Sprecher. Der Krieg in Gaza ist nach Darstellung des Sprechers hauptsĂ€chlich "amerikanischer Natur". Israel sei demnach nur ein "Instrument der Exekutive".
In den vergangenen Monaten hatte die islamistische Huthi-Miliz im Jemen immer wieder zivile Handelsschiffe ins Visier genommen. Die Huthi agieren nach eigenen Angaben aus SolidaritĂ€t mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen und richten ihre Attacken auf Frachter mit angeblicher Verbindung zu Israel, den USA oder GroĂbritannien. Sie hatten kĂŒrzlich angekĂŒndigt, ihre Angriffe zu verstĂ€rken.
Am Jemen fĂŒhrt eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten fĂŒr den Welthandel entlang, durch die Frachter vom Indischen Ozean ĂŒber den Suezkanal in Ăgypten das Mittelmeer erreichen.
Die USA und GroĂbritannien hatten als Reaktion auf die Angriffe mehrmals MilitĂ€rschlĂ€ge gegen Stellungen der Huthi im Jemen ausgefĂŒhrt. Auch die EU hat einen MilitĂ€reinsatz zum Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer gestartet, an dem sich Deutschland mit der Fregatte "Hessen" beteiligt.
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