HĂ€rtefallfonds, Ostrentner

HĂ€rtefallfonds fĂŒr Ostrentner: Mehr als 163 000 AntrĂ€ge

29.01.2024 - 06:19:38 | dpa.de

Beim HĂ€rtefallfonds fĂŒr bedĂŒrftige Rentner aus der ehemaligen DDR und der Ex-Sowjetunion haben mehr als 163 000 Menschen AntrĂ€ge gestellt.

Aber bisher haben nur rund 13 500 BedĂŒrftige Geld bekommen. Die Zahlen nannte das Bundessozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur kurz vor Ablauf der Antragsfrist am 31. Januar. Es geht um Einmalzahlungen von mindestens 2500 Euro.

Der Fonds ist gedacht fĂŒr BedĂŒrftige mit bestimmten RentenansprĂŒchen aus DDR-Zeiten, die 1991 nicht ins bundesdeutsche System ĂŒbernommen wurden. Gemeint sind Zusatzrenten zum Beispiel fĂŒr ehemalige BeschĂ€ftigte von Reichsbahn oder Post sowie AnsprĂŒche von zu DDR-Zeiten geschiedene Frauen. AntrĂ€ge stellen können auch SpĂ€taussiedler und sogenannte jĂŒdische KontingentflĂŒchtlinge aus der frĂŒheren Sowjetunion. Voraussetzung fĂŒr die Einmalzahlung ist BedĂŒrftigkeit, also eine Rente in der NĂ€he der Grundsicherung.

Die Bundesregierung ging zum Start des Fonds vor einem Jahr von 180 000 bis 190 000 Menschen mit berechtigten AnsprĂŒchen aus, darunter 50 000 bis 70 000 ostdeutsche Rentnerinnen und Rentner.

Eingegangen seien bis zum 26. Januar 2024 sind 163 441 AntrĂ€ge, teilte das Ministerium mit. Bis dahin seien 48 543 AntrĂ€ge abschließend bearbeitet worden, aber nur 13 483 AntrĂ€ge bewilligt.

Der Bund hatte fĂŒr den Fonds 500 Millionen Euro eingeplant, zudem konnten sich die LĂ€nder beteiligen. Dann bekommen BedĂŒrftige aus dem jeweiligen Bundesland die doppelte Summe: 5000 statt 2500 Euro.

Ausgezahlt wurden laut Bundesministerium bisher rund 35,7 Millionen Euro. Das Ministerium erwartet, dass Geld ĂŒbrig bleib, das dann zurĂŒck an die Staatskasse geht: "Ausgehend von den bei der GeschĂ€ftsstelle der Stiftung HĂ€rtefallfonds zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt eingegangenen und noch nicht abschließend bearbeiteten AntrĂ€gen wird das Stiftungsvermögen voraussichtlich nicht ausgeschöpft", hieß es. Eine VerlĂ€ngerung der Antragsfrist sei nicht geplant.

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