Benzin und Diesel: Preise sinken um bis zu 4,3 Cent
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:39 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSPreisabstand und Ölmarkt
- Der ADAC ermittelte Super E10 zuletzt mit durchschnittlich 2,041 Euro je Liter.
- Diesel kostete im Mittel 2,260 Euro je Liter und lag damit knapp 22 Cent höher.
- Brent verbilligte sich zum Handelsschluss des Vortags auf rund 104 US-Dollar je Barrel.
ADAC meldet niedrigere Spritpreise
Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind zuletzt erneut gesunken. Nach Angaben des ADAC kostet Super E10 im Durchschnitt 2,041 Euro je Liter, während Diesel bei 2,260 Euro liegt.
Super E10 gibt stärker nach
Der Preis für Super E10 ging im Vergleich zur Vorwoche um 4,3 Cent je Liter zurück. Diesel verbilligte sich um 2,9 Cent.
Damit bleibt Diesel trotz des Rückgangs knapp 22 Cent je Liter teurer als Super E10. Der ADAC sieht den Abstand weiterhin als Ausdruck eines insgesamt hohen Preisniveaus.
Brent-Preis sinkt deutlich
Als einen Grund für die Entwicklung nennt der ADAC den Rückgang des Ölpreises. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zum Handelsschluss des Vortags rund 104 US-Dollar und damit etwa zehn US-Dollar weniger als eine Woche zuvor.
Der Automobilclub erwartet, dass sich die niedrigeren Rohölnotierungen auch an den Zapfsäulen bemerkbar machen. Für Verbraucher könnte daraus eine weitere Entlastung entstehen, sofern der Rückgang am Ölmarkt anhält.
Die jüngste Bewegung an den Tankstellen folgt dem üblichen Zusammenhang zwischen Rohölnotierungen und Kraftstoffpreisen, wirkt sich aber nicht unmittelbar und vollständig aus. Zwischen dem Einkauf von Rohöl und dem Verkauf an der Zapfsäule liegen Raffinerie-, Transport- und Vertriebskosten sowie Steuern und Abgaben.
Der Rückgang der Brent-Notierung um rund zehn US-Dollar binnen einer Woche schafft deshalb zunächst Spielraum für niedrigere Preise. Für Autofahrer hängt die tatsächliche Entlastung zusätzlich vom Euro-Dollar-Wechselkurs, den regionalen Wettbewerbssituationen und den Margen der Anbieter ab. Schwankungen können daher zeitversetzt ankommen und je nach Kraftstoff unterschiedlich ausfallen.
Diesel bleibt deutlich teurer
Besonders auffällig ist weiterhin der Preisabstand zwischen Diesel und Super E10. Obwohl Diesel traditionell steuerlich begünstigt ist, können internationale Nachfrage, Raffineriekapazitäten und die Zusammensetzung des europäischen Energiemarkts den Endpreis nach oben treiben.
Für private Haushalte und Unternehmen mit hohem Kraftstoffverbrauch bedeutet der aktuelle Rückgang eine begrenzte Entlastung, solange das Preisniveau insgesamt über zwei Euro je Liter liegt. Entscheidend wird, ob der niedrigere Ölpreis anhält und in den kommenden Tagen vollständig in den Tankstellenpreisen ankommt.
n-tv: „Der Börsen-Tag Dienstag, 3. November 2026“ (03.11.2026)
Der Beitrag ordnet den Rohölmarkt ein und nennt Brent bei rund 104,81 Dollar je Barrel. Damit bestätigt er den im dts-Bericht beschriebenen Rückgang des Ölpreises, setzt den Schwerpunkt aber auf die Börsennotierung.
Der Artikel stellt die Entwicklung der Kraftstoffpreise in den politischen Zusammenhang eines geplanten Spritpreisdeckels. Er hebt ebenfalls den Abstand zwischen Diesel und Benzin hervor, behandelt jedoch vor allem mögliche staatliche Maßnahmen.
Beide Beiträge verbinden die Preisentwicklung mit unterschiedlichen Ebenen: Der n-tv-Bericht fokussiert den Ölmarkt, während die Frankfurter Rundschau die politische Debatte über künftige Entlastungen in den Mittelpunkt stellt.
