Krankheitstage in Europa: Deutschland landet nur auf Platz 7
11.03.2026 - 11:00:55 | presseportal.deDas Ergebnis: Gemessen an international harmonisierten OECD-Daten liegt Deutschland bei den Fehlzeiten auf dem siebten Platz von 25 untersuchten LĂ€ndern, gemeinsam mit Belgien, hinter Norwegen, Finnland, Spanien, Slowenien, Portugal und Frankreich.
Mit 3,6 Wochen Krankenzeit pro Jahr liegen deutsche BeschĂ€ftigte zwar ĂŒber dem europĂ€ischen Durchschnitt von 2,6 Wochen. Doch von einer Sonderstellung kann keine Rede sein: Finnland verzeichnet 5 Wochen, Norwegen fast sechs.
Die Studie nutzt harmonisierte ArbeitskrĂ€fteerhebungen der OECD, bei denen BeschĂ€ftigte direkt nach ihren Abwesenheiten befragt werden. Aufgrund der enormen Unterschiede in der nationalen Krankmeldungs-Erfassung gilt dies als Goldstandard fĂŒr LĂ€ndervergleiche.
Karenztage: Europaweit kein messbarer Effekt
WÀhrend unbezahlte Wartetage als Mittel gegen hohe Fehlzeiten diskutieren werden, zeigen die europÀischen Daten keinen Zusammenhang zwischen finanziellen Sanktionen und niedrigem Krankenstand:
Was die Fehlzeiten tatsÀchlich treibt
Die Fehltage der meisten klassischen Erkrankungen sind seit einem Jahrzehnt in Deutschland ziemlich stabil. Drei spezifische Faktoren treiben den Anstieg:
Hohe ProduktivitÀt trotz hoher Fehlzeiten
Die Studie zeigt zudem: Hohe Fehlzeiten sind kein TodesstoĂ fĂŒr die Wirtschaftsleistung. Norwegen hat die meisten Krankheitstage in Europa und gleichzeitig die zweithöchste StundenproduktivitĂ€t (nur hinter Luxemburg). Deutschland liegt in beiden Kategorien auf Platz 7. LĂ€nder mit den niedrigsten Fehlzeiten, darunter Griechenland und Ungarn, befinden sich am Ende der ProduktivitĂ€tsrangliste.
Die vollstÀndige Studie mit interaktiven Grafiken finden Sie hier: https://datapulse.de/s/krankenstand
Ăber die Studie
Die Analyse nutzt harmonisierte OECD-ArbeitskrĂ€fteerhebungen (Labour Force Surveys) fĂŒr den LĂ€ndervergleich der Krankheitstage, Eurostat-Daten zur Gesamtabwesenheitsquote und den Fehlzeiten-Report 2025 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) fĂŒr die Diagnose-AufschlĂŒsselung. Die Regelungen zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall basieren auf einem IGES-Bericht vom Januar 2025.
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