Berlin-Projekt, NTT

Berlin-Projekt: NTT baut Rechenzentrum mit 36 Megawatt Kapazität

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 15:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Brandschutz für Lithium-Batterien und hybride Cloud-Lösungen prägen die Sicherheitsstrategien. NTT investiert Millionen in Berlin.

Rechenzentren-Sicherheit: Neue Brandschutz- und Cloud-Strategien
Berlin-Projekt - Innenansicht eines modernen Rechenzentrums mit Reihen von leuchtenden Server-Racks und einer verschwommenen Berliner Stadtansicht im Hintergrund. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Brandschutzrichtlinien, hybride Cloud-Lösungen und milliardenschwere Bauprojekte in Europa zeigen: Unternehmen setzen auf ganzheitliche Schutzstrategien.

Lithium-Ionen-Batterien treiben neue Brandschutzkonzepte

Ein wachsendes Risiko in modernen Rechenzentren: Lithium-Ionen-Batterien. Die Richtlinie VdS 2517 aus dem Jahr 2025 adressiert genau diese Herausforderung. Sie definiert Brandschutz für Bereiche mit komplexen Prozessen und hoher Risikodichte.

Experten empfehlen individuelle Brandschutzkonzepte, die über Standardlösungen hinausgehen. Frühzeitige Detektion steht dabei im Fokus. Wärmebildkameras und Flammenmelder erkennen thermische Ereignisse bereits in der Entstehungsphase. Für die Brandbekämpfung setzen spezialisierte Anbieter wie die d&d Brandschutzsysteme GmbH auf maßgeschneiderte Monitor-, Schaum- oder Sprühwasserlöschanlagen.

Hybride Cloud-Lösungen: Der Trend zur flexiblen Sicherheit

Parallel zum Brandschutz verändert sich die physische Sicherheit. Der Genetec Report zur Lage der physischen Sicherheit 2026 zeigt: 19 Prozent der befragten Unternehmen wechseln aktuell zu Hybrid- oder Cloud-Bereitstellungen. 72 Prozent der Sicherheitsberater empfehlen für die kommenden fünf Jahre hybride Implementierungen.

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Der Hauptgrund: automatische Updates. 51 Prozent der Befragten nennen diesen Vorteil. Offene Plattformen wie das Genetec Security Center bündeln Videomanagement, Zutrittskontrolle und automatische Nummernschilderkennung (ALPR). Für 73 Prozent der Endnutzer ist zudem die langfristige Stabilität des Herstellers entscheidend.

Berlin baut: NTT investiert Millionen in neue Kapazitäten

Die Nachfrage nach sicheren IT-Standorten treibt Großprojekte voran. In Berlin erweitert NTT Global Data Centers seine Kapazitäten um 36 Megawatt. Das Bauunternehmen Hochtief setzt das Projekt um – das Auftragsvolumen liegt im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Der Baustart ist für Sommer 2026 geplant. Geplant sind ein dreigeschossiges Rechenzentrumsgebäude und ein vierstöckiges Bürogebäude. Die ersten Hallen sollen 2028 in Betrieb gehen, die vollständige Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.

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Während die technische Infrastruktur wächst, müssen auch die Brandschutz-Unterweisungen der Mitarbeiter mit den neuen Risiken Schritt halten. Diese fertige PowerPoint-Präsentation hilft Sicherheitsbeauftragten, das Team professionell auf den Ernstfall vorzubereiten und alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen. Gratis PowerPoint-Vorlage für Brandschutz-Unterweisungen sichern

Auch in Nordeuropa wird investiert. Bravida erhielt von EcoDataCenter den Auftrag für Elektro- und Industrieverrohrungsinstallationen in einem neuen Rechenzentrum in Kvarnsveden, Borlänge. Solche Projekte integrieren oft innovative Energiekonzepte: Brodinger IT-Sicherheitstechnik etwa bietet Wärmepumpenlösungen an, bei denen Erfahrungen aus dem Rechenzentrums-Monitoring einfließen.

Hardware-Härtung: IBM und QNAP schließen Sicherheitslücken

Die Sicherheit verbessert sich auch auf Hardware-Ebene. IBM kündigte Anfang Juli 2026 neue kompakte Konfigurationen für die Systeme z17 und LinuxONE 5 an. Die Single-Frame- und Rack-Mount-Varianten bieten bis zu 82 Cores und 18 Terabyte RAM. Verfügbar sind die Systeme ab dem 12. August 2026, neue Lösungen für das Infrastructure Management folgen Mitte August.

Gegen Ransomware-Angriffe in Netzwerken hat QNAP die Airgap+-Technologie auf ausgewählte Switches der Serien 7000 und 3000 sowie QHora-Router ausgeweitet. Die Technik ermöglicht physisch isolierte Backup-Strecken direkt in der Infrastruktur – ein Schutzschild für kritische Datenbestände in Medienproduktionen oder bei großvolumigen Backups.

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