KulturaffÀre, Millionen

Berliner KulturaffÀre: 2,6 Millionen Euro rechtswidrig vergeben

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 23:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PrĂŒfbericht bestĂ€tigt schwere RechtsverstĂ¶ĂŸe in der Berliner Kulturverwaltung. Ex-Senatorin Wedl-Wilson steht im Zentrum der Ermittlungen.

Berliner FördergeldaffÀre: 2,6 Mio. Euro rechtswidrig vergeben
Eine schattenhafte Figur im Anzug steht vor verschwommenen RegierungsgebĂ€uden und hĂ€lt ein Dokument, das Compliance-Probleme symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das Fazit zur sogenannten FördergeldaffĂ€re liegt nun vor. Demnach wurden Fördermittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro fĂŒr Projekte gegen Antisemitismus rechtswidrig vergeben. Insgesamt 13 Einzelprojekte sind betroffen.

Ex-Senatorin im Visier der Ermittler

Im Zentrum der AffĂ€re steht die ehemalige Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Wedl-Wilson war im April zurĂŒckgetreten. Die Koalition sieht bei ihr die politische Hauptverantwortung. Auch ihr AmtsvorgĂ€nger Joe Chialo steht in der Kritik.

Chialo machte die Sache nicht besser: Er verweigerte die Aussage im Untersuchungsausschuss. Die Folge: Der Ausschuss beantragte ein Ordnungsgeld von 2.000 Euro gegen ihn. Die Opposition – GrĂŒne und Linke – wirft der Koalition vor, Chialo zu schonen. Sie kĂŒndigten ein eigenes Sondervotum zum Abschlussbericht an.

Verwaltung versagte bei Kontrolle

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Ein zentraler Punkt: Die Kulturverwaltung hat ihre Remonstrationspflicht verletzt. Beamte hĂ€tten gegen rechtswidrige Anweisungen offiziell Einspruch erheben mĂŒssen. Das versĂ€umten sie. Einen unzulĂ€ssigen Einfluss von Abgeordneten auf die Mittelvergabe konnte die Koalition hingegen nicht bestĂ€tigen.

Trotzdem gab es Kritik am Auftreten der CDU-Abgeordneten Christian Goiny und Dirk Stettner. Die Koalition spricht hier von „Stilkritik“ – rechtliche VerstĂ¶ĂŸe sieht sie nicht. Besonders die TonalitĂ€t von Christian Goiny wurde negativ bewertet.

Abschlussbericht kommt im August

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Die Untersuchungsergebnisse dienen als Grundlage fĂŒr den Abschlussbericht. Er soll die administrativen Defizite dokumentieren. Die Koalition sieht ein deutliches Versagen der internen Kontrollmechanismen.

Die parlamentarische Debatte ist fĂŒr den 27. August 2026 geplant. Die Opposition will bis dahin ihre Sondervoten vorlegen. Es bleibt spannend, ob die Aufarbeitung damit wirklich abgeschlossen ist.

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