Deutschland, Bau

Baubranche: Iran-Krieg lĂ€sst Kosten fĂŒr Hausbauer steigen

24.04.2026 - 08:18:40 | dpa.de

Beton, Stahl, DÀmmstoffe: Viele Baumaterialien haben sich mit dem Krieg im Nahen Osten deutlich verteuert. Das belastet Hausbauer. Die Baubranche macht VorschlÀge, wie es billiger ginge.

  • Mit dem Iran-Krieg wird Bauen erneut teurer. (Symbolbild) - Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn
    Mit dem Iran-Krieg wird Bauen erneut teurer. (Symbolbild) - Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn
  • Viele Materialien haben sich mit dem Iran-Krieg verteuert, auf Hausbauer kommen Kostensteigerungen zu. (Symbolbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
    Viele Materialien haben sich mit dem Iran-Krieg verteuert, auf Hausbauer kommen Kostensteigerungen zu. (Symbolbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
Mit dem Iran-Krieg wird Bauen erneut teurer. (Symbolbild) - Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn Viele Materialien haben sich mit dem Iran-Krieg verteuert, auf Hausbauer kommen Kostensteigerungen zu. (Symbolbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa

Hausbauer mĂŒssen sich wegen des Iran-Kriegs auf deutliche höhere Kosten fĂŒr ihr Eigenheim einstellen. «Wir sehen fast ĂŒberall Kostensteigerungen», sagt der PrĂ€sident des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen, Thomas Reimann, der Deutschen Presse-Agentur. Das reiche von Stahl ĂŒber Beton bis hin zu DĂ€mmstoffen und Folien, die auf Rohöl basierten. Auch das Aufstellen von Kranen sei teurer geworden wegen höherer Dieselkosten bei der Anfahrt. «Insgesamt liegen die Baukosten um drei bis fĂŒnf Prozent höher als vor dem Iran-Krieg.»

Aussicht auf schnelle Besserung gebe es nicht. «Bauen wird nicht billiger werden.» Selbst wenn die Rohölpreise am Weltmarkt zurĂŒckgingen, dĂŒrften Lieferanten zunĂ€chst bei ihren Preisen bleiben.

Schon 2024 und 2025 waren die Baukosten fĂŒr konventionelle WohngebĂ€ude laut Statistischem Bundesamt um rund drei Prozent gestiegen. WĂ€hrend des Ukraine-Kriegs 2022 hatte es sogar zeitweise Kostensteigerungen von mehr als 15 Prozent gegeben, in der Folge brach der Neubau ein.

«MĂŒssen weg vom Goldstandard»

Verbandschef Reimann appelliert an die Politik, Bauen billiger zu machen, um den Wohnungsbau anzukurbeln. «Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum birgt soziale Sprengkraft.» Bauen in Deutschland sei wegen strenger Vorschriften zu teuer. So seien StellplĂ€tze fĂŒr MehrfamilienhĂ€user vorgeschrieben, ein Parkplatz in einer Tiefgarage koste aber bis zu 50.000 Euro. Ein Grund sei, dass es nur wenige Deponien fĂŒr Erdhaushub gebe.

Andere LĂ€nder könnten als Vorbild dienen, meint Reimann. Schweden kĂ€me verglichen mit Deutschland mit weniger Baunormen aus und baue entsprechend billiger. «Und in Belgien und Frankreich sind StĂ€rken von 15 bis 19 Zentimeter fĂŒr Betondecken ĂŒblich, wĂ€hrend wir in Deutschland 30 bis 40 Zentimeter verbauen.» Bei einer dĂŒnneren Decke höre man spielende Kinder bei den Nachbarn vielleicht mehr. «Aber das sollte verkraftbar sein,» sagt Reimann, der selbst Bauunternehmer ist. «Wir mĂŒssen wegkommen vom Goldstandard.»

«Bauherren brauchen Rechtssicherheit»

Die Bundesregierung mĂŒsse zudem dringend den GebĂ€udetyp E umsetzen, der Bauen durch den Verzicht auf teure, nicht sicherheitsrelevante Standards einfacher und billiger machen soll. Der Standard geht noch auf die Ampel-Koalition zurĂŒck und könnte 2027 in den Bundestag kommen. «Bauherren brauchen Rechtssicherheit», fordert Reimann. «Der GebĂ€udetyp E wĂ€re ein erster Schritt und wichtiges Signal an die Baubranche.»

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69240490 |