Betriebliche Erste Hilfe: Vier Fragen zeigen, ob Ihr Wissen noch ausreicht
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vorbereitung auf medizinische Notfälle gewinnt in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Um Unternehmen praxisnah zu unterstützen, bietet die Nonstop ROSC GesbR Notfalltrainings direkt vor Ort in Wiener Betrieben an. Durch Schulungen im vertrauten Arbeitsumfeld sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigt werden, im Ernstfall schnell und strukturiert lebensrettende Maßnahmen einzuleiten.
Betriebliche Notfallvorsorge und regelmäßige Auffrischung
Fachleute weisen regelmäßig darauf hin, wie entscheidend fundiertes Handlungswissen am Arbeitsplatz ist. So empfiehlt notfallTraining schweiz, das Erste-Hilfe-Wissen alle zwei Jahre aufzufrischen.
Als Indikator für den Schulungsbedarf dient dabei ein Vier-Fragen-Test: Er umfasst den genauen Standort des Erste-Hilfe-Koffers, die Identität der betrieblichen Ersthelfenden, die korrekte Notrufnummer sowie die Durchführung der stabilen Seitenlage. Wer bei mehr als einer dieser Fragen zögert, sollte dies als Anlass für einen Auffrischungskurs nehmen.
Auch regulatorisch ist die betriebliche Notfallorganisation vielerorts fest verankert. In der Schweiz verlangt beispielsweise die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz (ArGV 3 Art. 36) ein betriebliches Erste-Hilfe-Konzept und ermöglicht entsprechende Wiederholungskurse. Ein strukturiertes Vorgehen am Arbeitsplatz stellt sicher, dass Notfallmaßnahmen nicht in Vergessenheit geraten und im Ernstfall reibungslos greifen.
Psychische Erste Hilfe rückt in den Fokus
Neben der physischen Erstversorgung rückt auch die Unterstützung bei seelischen Belastungen stärker in das Blickfeld von Unternehmen. Das IBG warb anlässlich des Welttags für psychische Gesundheit für geschulte Ansprechpersonen sowie feste betriebliche Strukturen zur psychischen Ersten Hilfe.
Wer sich mit der betrieblichen Notfallorganisation befasst, sollte auch die gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentationen im Blick haben. Diese kostenlose Word-Vorlage für einen Alarmplan bündelt alle wichtigen Notfall-Informationen und Telefonnummern übersichtlich auf einem Blatt. Rechtssichere Alarmplan-Vorlage gratis herunterladen
Die Relevanz im Arbeitsalltag ist hoch: Laut IBG dauern psychisch bedingte Ausfälle durchschnittlich über 36 Tage je Fall, bei Langzeitkrankenständen liegt der Wert bei rund 68 Tagen.
Für akute psychische Krisen empfiehlt das IBG die sogenannte SOS-Formel, die für Sicherheit, Orientierung und Stabilisierung steht. Als übergeordnete Handlungsanleitung dienen die drei Handlungsschritte Situation wahrnehmen, zuhören und mit weiterer Hilfe verbinden.
Die psychische Erste Hilfe versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Therapie, sondern zielt darauf ab, Betroffene zunächst zu stabilisieren und bei Bedarf den Kontakt zu professioneller Unterstützung herzustellen.
Qualifizierung im betrieblichen Brandschutz
Die Notfallvorsorge in Unternehmen erstreckt sich zudem auf den baulichen und organisatorischen Brandschutz. So bietet die BZB Akademie in Kooperation mit Endreß Brandschutz am Standort Neu-Isenburg bei Frankfurt eine Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten an.
Der Lehrgang umfasst acht Unterrichtstage vom 8. bis 23. April 2027 und schließt gemäß DGUV Information 205-003 mit einer Prüfung ab. Ergänzend dazu startet die BZB Akademie einen Lehrgang zum geprüften Fachbauleiter Brandschutz mit 16 Unterrichtstagen vom 28. April bis 26. Juni 2027, der sich der Umsetzung, Überwachung, Dokumentation und Abnahme von Brandschutzmaßnahmen widmet.
Eine umfassende Notfallvorsorge im Betrieb erfordert eine präzise Analyse aller Brandrisiken und Gefährdungsfaktoren. Mit dieser kostenlosen Excel-Vorlage inklusive Risikomatrix erstellen Sicherheitsfachkräfte ihre Gefährdungsbeurteilung im Brandschutz zeitsparend und rechtssicher. Kostenlose Excel-Vorlage zur Gefährdungsbeurteilung Brandschutz sichern
Mit praxisnahen Schulungen wie jenen von Nonstop ROSC in Wien und begleitenden Ausbildungsangeboten im Arbeitsschutz stärken Betriebe die Handlungsfähigkeit ihrer Teams in verschiedensten Gefahrenlagen.
