Bildungswesen: Pensionierte Lehrer dĂŒrfen ab September Vollzeit arbeiten
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab dem 1. September 2026 gelten neue Bestimmungen fĂŒr Gastdozenten und pensionierte LehrkrĂ€fte. Das Rundschreiben 59/2026/TT-BGD?T ersetzt die Regelungen aus den Jahren 2011 und 2013 und soll die BildungsqualitĂ€t sichern.
Pensionierte Lehrer dĂŒrfen jetzt Vollzeit arbeiten
Eine zentrale Neuerung: LehrkrĂ€fte im Ruhestand können erstmals VollzeitvertrĂ€ge abschlieĂen. Bisherige Altersgrenzen entfallen. Voraussetzung sind die passende Qualifikation, gesundheitliche Eignung und ein sauberes Disziplinarregister.
Der Einsatz von PensionĂ€ren darf die Förderung von NachwuchskrĂ€ften nicht behindern. Sie sind kein dauerhafter Ersatz fĂŒr festangestelltes Personal. Die Altersgrenzen fĂŒr den Ruhestand liegen 2026 bei 61 Jahren und sechs Monaten (MĂ€nner) sowie 57 Jahren (Frauen). Die VergĂŒtung wird individuell vereinbart. Wichtig: Pro Person darf nur ein Vollzeitvertrag gleichzeitig laufen.
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Mehr Aufgaben, mehr Rechte fĂŒr Gastdozenten
Das Rundschreiben erweitert die Einsatzbereiche von Gastdozenten deutlich. Neben der Lehre können sie kĂŒnftig auch in der Forschung, bei LehrbĂŒchern oder in der Studierendenbetreuung arbeiten. Die Verordnung unterscheidet klar zwischen Arbeits- und DienstleistungsvertrĂ€gen â das erhöht die Rechtssicherheit.
Zu den neuen Rechten gehören neben der VergĂŒtung der Zugang zu Materialien und Ressourcen sowie die Teilnahme an beruflichen AktivitĂ€ten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist sogar die Ernennung zur Professur oder die Vergabe staatlicher Auszeichnungen möglich. Auch das Recht auf einseitige KĂŒndigung ist verankert.
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Bildungseinrichtungen in der Pflicht
Die neuen Regeln fordern mehr von den Bildungseinrichtungen. Sie mĂŒssen detaillierte PlĂ€ne fĂŒr den Einsatz von Vertrags- und Gastdozenten erstellen und veröffentlichen. Die QualitĂ€t der Leistungen wird regelmĂ€Ăig evaluiert.
FĂŒr bestehende VertrĂ€ge gibt es eine Ăbergangsfrist: VertrĂ€ge vor dem 1. September 2026 dĂŒrfen maximal zwölf Monate weiterlaufen. Danach mĂŒssen alle BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse den neuen Standards entsprechen. Ziel ist mehr Transparenz und einheitliche QualitĂ€t im Bildungswesen.
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