BLKB, Millionen

BLKB investiert 92 Millionen in Hauptsitz-Sanierung

20.05.2026 - 15:44:24 | boerse-global.de

Die Basellandschaftliche Kantonalbank modernisiert ihren Stammsitz in Liestal für 92 Millionen Franken durch Sanierung und Aufstockung statt Abriss.

BLKB investiert 92 Millionen in Hauptsitz-Sanierung - Foto: über boerse-global.de
BLKB investiert 92 Millionen in Hauptsitz-Sanierung - Foto: über boerse-global.de

Statt Abriss setzt das Institut auf Sanierung und Aufstockung.

Das bestehende Gebäude am Bahnhofplatz 7 ist nach 50 Jahren am Ende seines Lebenszyklus angelangt. Die Gebäudetechnik ist veraltet, die Energieeffizienz mangelhaft. Die Bank entschied sich bewusst gegen einen Neubau – aus Gründen der Nachhaltigkeit.

„Die Bewahrung der bestehenden Bausubstanz hat im Sinne des zirkulären Bauens hohe Priorität“, erklärten die Verantwortlichen bei der Projektvorstellung. Das Vorhaben ist eng mit der Masterplanung der Stadt Liestal verknüpft und soll als südlicher Ankerpunkt für das Rheinstrassen-Quartier dienen.

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Aufstockung und neues Architekturkonzept

Kern des Projekts: Alle Gebäudeteile bekommen ein zusätzliches Stockwerk. Die Nutzfläche wächst um rund 2500 Quadratmeter – ein Plus von 25 Prozent auf insgesamt 12.400 Quadratmeter.

Davon entfallen 9200 Quadratmeter auf den bankinternen Betrieb, 1200 Quadratmeter auf öffentliche Zwecke und 2000 Quadratmeter auf Drittnutzungen. Die Bank kann so sämtliche zentralen Funktionen an einem Standort bündeln.

Das Basler Büro Christ & Gantenbein zeichnet für die Architektur verantwortlich. Das Team ist in Liestal bereits durch das Bürohaus „UNO“ am Bahnhof bekannt. Geplant ist eine Modernisierung, die den ursprünglichen Charakter respektiert.

Die helle Aussenfassade aus regionalem Kalkstein und die charakteristischen Metallfenster bleiben erhalten oder werden integriert. Die Gebäudehülle wird erneuert, die energetischen Systeme werden komplett überarbeitet.

Öffnung zur Stadt schafft Begegnungszonen

Das Erdgeschoss wird künftig weitgehend öffentlich zugänglich sein. Geplant sind eine moderne Kundenzone mit Beratungsschaltern, diskrete Besprechungsräume und Aufenthaltsbereiche.

Der Zugang wird optimiert: Kunden können den Hauptsitz künftig sowohl von der Bahnhofsseite als auch direkt von der Rheinstrasse aus betreten. Der Floragarten wird neu gestaltet, neue Wegverbindungen entstehen.

„Das Vorhaben bildet ein wichtiges Puzzlestück für die Lebensqualität entlang der Rheinstrasse“, betonte Stadtpräsident Daniel Spinnler. Die Bank wolle nicht nur als Finanzinstitut, sondern als aktiver Teil der Stadtentwicklung wahrnehmbar sein.

Logistik: Auszug bereits abgeschlossen

Die Bauarbeiten können nicht bei laufendem Betrieb stattfinden. Der Auszug aus dem alten Hauptsitz wurde bereits im Mai abgeschlossen. Seit dem 11. Mai 2026 ist die Kundenhalle vorübergehend am Bahnhofplatz 13 untergebracht – in Räumen, die zuvor die Credit Suisse nutzte.

Das Dienstleistungsangebot bleibt dort verfügbar, allerdings wurde die Zahl der Bargeldschalter aus Platzgründen reduziert. Die 600 bis 800 Mitarbeitenden sind auf Zwischenstandorte verteilt: Ein Teil arbeitet in der Nähe des Bahnhofs Liestal, andere Einheiten im Spenglerpark in Münchenstein.

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Regionale Wertschöpfung als Strategie

Die BLKB will einen Grossteil der Aufträge an Betriebe in der Nordwestschweiz vergeben. Die Ausschreibungsphase für Handwerksleistungen startet im Sommer 2027. Damit soll das regionale Gewerbe direkt von den Investitionen profitieren.

Die Entscheidung für Sanierung statt Neubau spiegelt einen breiteren Trend in der Immobilienwirtschaft: Ökologische Nachhaltigkeit und der Erhalt von „grauer Energie“ gewinnen an Bedeutung.

Christoph Schär, Leiter Technologie & Corporate Services und stellvertretender CEO, betonte: „Die Bank übernimmt mit diesem Vorgehen Verantwortung für bestehende Ressourcen.“ Trotz Modernisierung bleibe das historische Erbe der über 160-jährigen Bankgeschichte gewahrt.

Zeitplan bis 2030

Das Baugesuchsverfahren soll Ende 2026 starten. Nach Auftragsvergabe und Baubeginn folgt eine mehrjährige Bauphase. Der Bezug des sanierten und erweiterten Hauptsitzes ist für 2030 geplant.

Bis dahin fungiert der Interimsstandort am Bahnhofplatz als zentrale Anlaufstelle für Privat- und Geschäftskunden. Ab 2030 soll das Gebäude nicht nur Arbeitsplatz für Hunderte Angestellte sein, sondern durch öffentliche Zonen und Drittnutzungsflächen zur Vitalisierung des Liestaler Stadtzentrums beitragen.

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