BMW iX3, Mercedes elektrischer GLC

BMW iX3 erreicht 36.500 Zulassungen und ĂŒberholt Mercedes

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 15:49 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der BMW iX3 erreicht von MĂ€rz bis Ende August 36.500 europĂ€ische Neuzulassungen und liegt damit deutlich vor dem elektrischen GLC von Mercedes-Benz. Mercedes holt im August auf, wĂ€hrend Audi beim Q6 e-tron rĂŒcklĂ€ufige Zahlen verzeichnet.

BMW-Logo - Bild: via dts Nachrichtenagentur
BMW-Logo - Bild: via dts Nachrichtenagentur

BMW verkauft den neuen Elektro-SUV iX3 in Europa derzeit mehr als doppelt so oft wie Mercedes-Benz den elektrischen GLC. Von MĂ€rz bis Ende August wurden 36.500 iX3 zugelassen, wĂ€hrend der elektrische GLC im selben Zeitraum auf knapp ĂŒber 16.100 Neuzulassungen kam.

Mercedes holt im August auf

Der iX3 bildet den Auftakt fĂŒr BMWs Zukunftsplattform „Neue Klasse“. Mercedes-Benz setzt beim elektrischen GLC ebenfalls auf ein strategisch wichtiges Modell, das konzernintern als „Schicksalsmodell“ von Konzernchef Ola KĂ€llenius gilt.

Nach Angaben aus dem Bericht wurde Mercedes-Benz im FrĂŒhjahr durch Lieferprobleme ausgebremst. Es fehlten Batteriezellen des Zulieferers CATL sowie Bordnetze.

Abstand im Monatsvergleich deutlich kleiner

Nach der Behebung der Probleme zog der Absatz des elektrischen GLC an. Im August kam Mercedes-Benz auf 5.400 Neuzulassungen, BMW auf 6.700. Damit lag der GLC in diesem Monat deutlich nÀher am iX3 als im kumulierten Zeitraum seit MÀrz.

Audi Q6 e-tron mit RĂŒckgang

Zu den Verlierern des Vergleichs zĂ€hlt Audi. Die VW-Tochter setzte den Q6 e-tron von Januar bis August rund 27.000-mal ab. Das entspricht einem RĂŒckgang von 16,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum.

Aus Konzernkreisen heißt es, dass Audi an einer Produktaufwertung arbeitet. Der Vergleich der drei Modelle zeigt damit unterschiedliche Ausgangslagen: BMW startet die „Neue Klasse“ mit hohen iX3-Zahlen, Mercedes gewinnt nach Lieferproblemen an Dynamik, wĂ€hrend Audi beim Q6 e-tron unter dem Vorjahresniveau bleibt.

Der Absatzvergleich zeigt, wie stark sich der Wettbewerb im europĂ€ischen Elektro-SUV-Markt auf wenige neue Modellgenerationen konzentriert. BMW nutzt den iX3 als erstes Volumenmodell der Plattform „Neue Klasse“ und verbindet damit nicht nur ein einzelnes Fahrzeug, sondern den schrittweisen Umbau seiner technischen Basis. Der Vorsprung bei den Zulassungen fĂ€llt deshalb fĂŒr die Marke besonders ins Gewicht.

Mercedes-Benz steht zugleich vor der Aufgabe, den elektrischen GLC schnell in grĂ¶ĂŸere StĂŒckzahlen zu bringen. Die im FrĂŒhjahr aufgetretenen EngpĂ€sse bei Batteriezellen und Bordnetzen haben den Verkaufsstart gebremst. Die August-Zahlen deuten jedoch auf eine deutliche Beschleunigung hin: Der Abstand zum iX3 war in diesem Monat wesentlich kleiner als im Zeitraum seit MĂ€rz.

Wettbewerb um die elektrische Kernbaureihe

FĂŒr die Hersteller geht es um mehr als um Ranglisten. BMW, Mercedes-Benz und Audi mĂŒssen ihre wichtigsten SUV-Baureihen elektrifizieren, wĂ€hrend zugleich die Nachfrage, die Produktionskosten und die Lieferketten unter Druck stehen. Der RĂŒckgang beim Audi Q6 e-tron verschĂ€rft den Handlungsbedarf bei der VW-Tochter und erhöht die Bedeutung einer geplanten Produktaufwertung.

FĂŒr KĂ€ufer bedeutet der Wettbewerb eine grĂ¶ĂŸere Auswahl in einer zentralen Fahrzeugklasse. Entscheidend bleiben neben den Zulassungszahlen die LieferfĂ€higkeit, Preise, Ladeeigenschaften, Reichweite und die VerfĂŒgbarkeit in einzelnen europĂ€ischen MĂ€rkten. Der aktuelle Vergleich bildet zudem nur einen frĂŒhen Abschnitt der MarkteinfĂŒhrung ab: Nach der Behebung der Mercedes-Lieferprobleme könnten sich die AbstĂ€nde in den folgenden Monaten weiter verĂ€ndern.

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