BMW, Leipzig

BMW Leipzig: Humanoide Roboter montieren ab Sommer Batterien

31.05.2026 - 13:30:54 | boerse-global.de

BMW integriert ab Sommer 2026 humanoide Roboter in die Serienproduktion. Die Maschinen entlasten Mitarbeiter von schweren, sich wiederholenden Tätigkeiten.

BMW Leipzig: Humanoide Roboter montieren ab Sommer Batterien - Foto: über boerse-global.de
BMW Leipzig: Humanoide Roboter montieren ab Sommer Batterien - Foto: über boerse-global.de

Der Münchner Autobauer plant einen historischen Schritt: Ab Sommer 2026 sollen erstmals in Europa humanoide Roboter in der Serienfertigung arbeiten.

Im Leipziger Werk kommen Modelle der Hersteller Aeon und Hexagon Robotics zum Einsatz. Die Roboter montieren Hochvoltbatterien und arbeiten in der Komponentenfertigung. Ziel ist die Entlastung der Mitarbeiter von repetitiven und körperlich anstrengenden Aufgaben.

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Die Maschinen sind 1,65 Meter groß, wiegen 60 Kilo und heben bis zu 15 Kilo. Ihre Akkus halten rund drei Stunden. Michael Nikolaides von BMW spricht von einem „wegweisenden Schritt“ für die Produktion der Zukunft.

Erfahrungen aus den USA

Das Projekt baut auf Tests im US-Werk Spartanburg auf. Dort führten Roboter des Typs Figure 02 bereits zehntausende Komponentenbewegungen aus. Parallel dazu entsteht ein Kompetenzzentrum für physikalische Künstliche Intelligenz.

Strengere Regeln für Büroarbeitsplätze

Während die Produktion automatisiert wird, verschärfen sich die Anforderungen an klassische Arbeitsplätze. Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstättenverordnung und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten geben klare Vorgaben.

Die Mindestfläche: Acht bis zehn Quadratmeter für Zellenbüros, zwölf bis fünfzehn für Großraumbüros. Der Bewegungsraum hinter dem Schreibtisch muss mindestens einen Meter betragen. Auch die Temperatur ist streng geregelt: Ideal sind 20 bis 22 Grad. Ab 26 Grad sind Sonnenschutzvorrichtungen Pflicht, bei 30 Grad müssen Arbeitgeber zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Räume mit 35 Grad sind als Arbeitsplätze ungeeignet. Der Lärmpegel sollte 55 Dezibel nicht überschreiten.

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Nachwuchs und neue Technik

BMW sucht dafür Fachpersonal. Ende Mai schrieb das Unternehmen Praktikumsstellen für Arbeitssicherheit und Ergonomie am Standort München aus. Die Aufgaben: Gefährdungsbeurteilungen, ergonomische Analysen und Arbeitsplatzbegehungen.

Neue Hardware soll die visuelle Ergonomie verbessern. AOC bringt Monitore mit 360 Hz Bildwiederholrate und Mini-LED-Technologie auf den Markt.

Auch bei der Sicherheitssimulation gibt es Fortschritte. In einer Kooperation mit Mistral AI nutzt BMW künftig KI-Modelle, um Crash-Simulationen zu beschleunigen. Das soll die Fahrzeugsicherheit und den Insassenschutz verbessern.

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