BombeneinsÀtze: 2500 Menschen in Brandenburg evakuiert
03.06.2026 - 07:02:59 | boerse-global.deTausende Menschen mussten diese Woche in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ihre HĂ€user verlassen â gleich mehrere gefĂ€hrliche EinsĂ€tze hielten die Behörden auf Trab.
Borgsdorf: 2500 Menschen evakuiert
In Borgsdorf fand am Mittwoch die kontrollierte Sprengung von zwei Weltkriegsbomben statt. Jede der 250-Kilogramm-Bomben erforderte einen Sperrkreis mit 1200 Metern Radius. Rund 2500 Anwohner in Hohen Neuendorf und weitere 414 in Oranienburg mussten ihre Wohnungen bis 8 Uhr rÀumen. Als Sammelpunkte dienten die Stadthalle Hohen Neuendorf und das Oranienburger Gemeindezentrum.
Anzeige: Wer in einer Region mit Weltkriegsmunition lebt, sollte nicht auf den Ernstfall warten. In diesem Leitfaden finden Sie eine Schritt-fĂŒr-Schritt-Checkliste fĂŒr die Evakuierung â von der Notfalltasche bis zur Sammelpunkt-Planung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Die S-Bahn-Linie S1 fiel zwischen 8 und etwa 16 Uhr komplett aus. Ein durchgehender Sirenenton signalisierte die Entwarnung.
Frankfurt (Oder): Panzerabwehr-Mine gesprengt
Parallel dazu lief in Frankfurt (Oder)-Lossow eine zweite EntschĂ€rfung. Experten beseitigten eine Panzerabwehr-Mine aus dem Zweiten Weltkrieg, die nahe der LindenstraĂe 14 entdeckt worden war. Ein 500-Meter-Sperrkreis galt ab 8 Uhr, die erfolgreiche Sprengung erfolgte um 10 Uhr. Die Stadt richtete eine BĂŒrgerhotline fĂŒr die Evakuierung ein.
GroĂbeeren: Gasleck legt Kita lahm
Bereits am Dienstag sorgte ein Gasaustritt in GroĂbeeren fĂŒr einen GroĂeinsatz. Bei Bauarbeiten war eine Gasleitung beschĂ€digt worden â akute Explosionsgefahr. Die Feuerwehr zog zunĂ€chst einen 500-Meter-Sperrkreis, der spĂ€ter auf 100 Meter verkleinert werden konnte.
Eine nahegelegene KindertagesstĂ€tte musste evakuiert werden. Rund 90 Menschen, darunter etwa 60 Kinder und mehrere PflegebedĂŒrftige, wurden in einem Jugendclub betreut. Polizei, Feuerwehr und Krisenberater blieben vor Ort, bis eine Fachfirma das Leck am Nachmittag reparierte. BĂŒrgermeister Martin Wonneberger bestĂ€tigte, dass die Anwohner kurz nach 15 Uhr in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren konnten.
Neustadt/Dosse: âErdraketen"-Unfall unter Ermittlung
Schon am Montagabend hatte ein 41-jĂ€hriger Arbeiter in Neustadt/Dosse mit einem HorizontalbohrgerĂ€t â einer sogenannten âErdrakete" â eine Gasleitung getroffen. Die Folge: Ein Mehrfamilienhaus an der BahnhofstraĂe musste evakuiert werden. Vier Bewohner und zwei Hunde wurden vorĂŒbergehend untergebracht. Die StraĂe blieb zwei Stunden gesperrt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen möglicher SicherheitsverstöĂe auf der Baustelle.
Klietzer See: Unterwasser-Sprengung
Anzeige: Besonders Bauherren in Brandenburg und NRW sind von BlindgĂ€nger-Funden betroffen: Vor dem Bau muss oft gerĂ€umt werden. Unser Report zeigt, wie Sie Risikozonen vorab prĂŒfen und im Ernstfall schnell handeln. Risikozonen-Report jetzt sichern
Auch im Wasser schlummern Gefahren. Am Dienstag sprengten Spezialisten zwei Panzerabwehr-Minen aus der Zeit des Deutschen Reichs im Klietzer See. Die Unterwasser-Detonation schleuderte eine etwa 20 Meter hohe WasserfontĂ€ne in die Luft. Ein Sperrgebiet galt bis 9 Uhr, danach durften die Anwohner zurĂŒck.
Dinslaken: Granaten entschÀrft
Bereits am Montag wurden in Dinslaken zwei Panzergranaten aus dem Zweiten Weltkrieg entschĂ€rft. Rund 70 Anwohner mehrerer StraĂen â darunter die BertastraĂe und AngelikastraĂe â mussten ihre HĂ€user verlassen. Der 70-Meter-Sperrkreis wurde um 17:30 Uhr aufgehoben, die StraĂen waren kurz vor 18 Uhr wieder frei.
