GeschÀftsklimaindex 01/ 2026: Stimmungsaufhellung im Consulting
17.04.2026 - 10:19:07 | presseportal.deOptimistische Erwartungen in fast allen Beratungsbereichen
Der GeschĂ€ftsklimaindex ist in allen Beratungsbereichen gestiegen mit Ausnahme der HR-Beratung, die einen RĂŒckgang um -0,6 Punkte (Index: 82) verzeichnet. Gleichzeitig sehen hier auch 33 Prozent ungĂŒnstigere GeschĂ€ftsaussichten, sodass dieser Beratungsbereich weiterhin von einer negativen Entwicklung ausgeht.
Das stĂ€rkste Wachstum des Indexwerts entfĂ€llt mit +0,9 Punkten auf die Organisations- und Prozessberatung (Index: 86). Den insgesamt höchsten GeschĂ€ftsklimaindex erreicht erneut die Sanierungsberatung mit 106 Punkten (+0,4). Hier sehen auĂerdem 52 Prozent der Befragten gĂŒnstigere GeschĂ€ftsaussichten, was wiederum als Zeichen dafĂŒr gewertet werden kann, dass ĂŒberdurchschnittlich viele der deutschen Wirtschaftsunternehmen mit ökonomischen Herausforderungen konfrontiert sind. Neben der Sanierungsberatung erwarten auch die Strategieberatung (36%), IT-Beratung (33%) und Organisations- und Prozessberatung (25%) in den nĂ€chsten sechs Monaten eine gĂŒnstigere GeschĂ€ftsentwicklung.
Nach GröĂenklassen verzeichnen die Beratungen zwischen 10 und 50 Mio. Euro Umsatz (+4,4 Punkte) und ĂŒber 50 Mio. Euro Umsatz (+4,5 Punkte) den höchsten Anstieg im GeschĂ€ftsklima. Allerdings sind auch kleinere Beratungen fĂŒr die kommenden Monate wieder optimistischer: WĂ€hrend aktuell noch 41 Prozent der kleinen Beratungen unter 250.000 Euro Jahresumsatz ihre GeschĂ€ftslage als unter Budget beschreiben, so sinkt dieser Anteil mit Blick auf die nĂ€chsten sechs Monate auf 24 Prozent.
VerÀnderung in der Mitarbeitendenstruktur erwartet
58 Prozent der befragten Beratungen geben an, aktuell pyramidal organisiert zu sein. 32 Prozent weisen eine diamantförmige Struktur auf. Hier kĂŒndigt sich eine VerĂ€nderung in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren an. Dann erwarten 45 Prozent eine diamantförmige Struktur, sodass der Schwerpunkt der Mitarbeitenden eher auf der mittleren Ebene liegen wĂŒrde. 44 Prozent gehen weiterhin von einer pyramidalen Organisationsstruktur aus. "Die Integration und Anwendung von neuen KI-Tools erlaubt einen ProduktivitĂ€tsschub und Ă€ndert die Art, wie wir arbeiten, sodass weniger Teammitglieder zur strukturierten und repetitiven Datenbearbeitung benötigt werden. Dies wirkt wiederum auf die Personalstruktur in den Unternehmen. Ungeachtet dessen setzen viele BeratungshĂ€user nach wie vor im Bereich des Nachwuchses auf Berufseinsteiger und junge Talente, die jedoch teilweise bereits mit anderen Aufgaben als bisher betraut werden", erlĂ€utert Iris Grewe.
Ăber den BDU:
Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. sind aktuell rund 600 Unternehmen mit 19.000 Beraterinnen und Beratern organisiert. Damit zĂ€hlt der BDU weltweit zu den drei fĂŒhrenden Wirtschafts- und BerufsverbĂ€nden der Consultingwirtschaft.
Zur Systematik
Der an die Systematik des ifo-Instituts angelehnte BDU-GeschÀftsklimaindex (GKI) erscheint quartalsweise und bildet die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Erwartungen der Branche an die geschÀftliche Entwicklung ab.
GröĂenklassen: Der BDU-GeschĂ€ftsklimaindex ordnet die Beratungen in die fĂŒnf Kategorien GroĂe Beratungen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro, MittelgroĂe Beratungen (1 bis 10 Millionen bzw. 10 bis 50 Millionen Euro) sowie Kleinere Beratungen (1 Million bis 250.000 bzw. unter 250.000 Euro).
Beratungsfelder: Organisations- und Prozessberatung, Strategieberatung, IT-Beratung, HR-Beratung, Sanierungsberatung
Teilnehmende: An der Befragung haben sich insgesamt 235 Beraterinnen und Berater beteiligt.
Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V.
Annette Sausen
Joseph-Schumpeter-Allee 29 | 53227 Bonn
T +49 (0) 228 9161-14 | annette.sausen@bdu.de
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