Büromarkt München: Spitzenmieten auf 80 Euro pro Quadratmeter
03.07.2026 - 18:56:10 | boerse-global.de
Trotz eines Rückgangs beim Transaktionsvolumen treiben internationale Investoren und ein ausgeprägter Qualitätsfokus die Spitzenmieten auf neue Höchststände.
80 Euro pro Quadratmeter: Die neue Messlatte
In der Münchner Innenstadt zahlen Unternehmen für sogenannte Signature-Immobilien in Spitzenlagen mittlerweile bis zu 80 Euro pro Quadratmeter. Im internationalen Vergleich ist das noch moderat: In London werden für vergleichbare Objekte bis zu 170 Euro fällig. Die Rock Capital Group bestätigt eine stark qualitätsgetriebene Nachfrage.
Ein Beispiel für die punktuelle Dynamik: Anfang Juli 2026 erwarb die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg ein Gebäude in der Innenstadt für rund 100 Millionen Euro. Das Institut will es während der Sanierung seines Hauptsitzes am Sendlinger-Tor-Platz als Ausweichquartier nutzen.
Transaktionsvolumen bricht ein – Qualität bleibt Trumpf
Die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 zeigen eine deutliche Konsolidierung des gewerblichen Investmentmarktes. Das Transaktionsvolumen in München sank auf rund 628 Millionen Euro – ein Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt München hinter Düsseldorf und Hamburg zurück, die deutliche Zuwächse verzeichneten.
Dennoch: Büroimmobilien bleiben mit 42 Prozent die stärkste Assetklasse am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen der Top-7-Märkte. Die Spitzenrenditen liegen bei etwa 4,50 Prozent. Beim Flächenumsatz im ersten Quartal variieren die Analysen leicht: CBRE ermittelte 155.000 Quadratmeter (+18 Prozent), JLL bezifferte den Umsatz auf 164.900 Quadratmeter.
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Rekordbeschäftigung als Fundament
Die Basis für die stabile Nachfrage bildet die robuste Wirtschaft der Stadt. 2025 meldete München eine Rekordbeschäftigung von 976.230 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – ein Plus von 0,6 Prozent. Auch die Gewerbesteuer erreichte mit 3,63 Milliarden Euro ein Rekordergebnis.
Bei Neugründungen liegt München mit 19,3 Start-ups pro 100.000 Einwohner bundesweit auf Platz eins. Das hohe Risikokapitalaufkommen von rund 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2025 und die Präsenz von „Einhörnern“ sowie zwei „Decacorns“ wie Celonis und Helsing unterstreichen die Bedeutung als Innovationsstandort.
Flexibilität und Energieeffizienz als neue Kriterien
Die Nachfrage nach erstklassigen Büroflächen bleibt hoch, doch flexible Lösungen gewinnen an Bedeutung. Unser Report zeigt, wie Sie mit Business-Centern und modernen Mietverträgen Ihre Kosten senken und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität steigern können. Flexible Bürolösungen jetzt entdecken
Neben klassischen Mietverhältnissen gewinnen flexible Bürolösungen wie Business Center an Bedeutung. Unternehmen wählen sie oft als Alternative zu langfristigen Verträgen mit fünf bis zehn Jahren Laufzeit. Entscheidend sind Gesamtkosten, moderne Infrastruktur und ein hochwertiges Arbeitsumfeld.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die energetische Qualität. Energetisch modernisierte Objekte gewinnen bei Käufern und Mietern gleichermaßen an Relevanz. In Randlagen wie München-Laim werden für moderne Erstbezüge mit Dachterrassen und direkter ÖPNV-Anbindung Quadratmeterpreise von knapp 24 Euro aufgerufen. Die Zahlungsbereitschaft für Neubauten mit hoher Aufenthaltsqualität ist also auch außerhalb des Zentrums vorhanden.
