Bürotrends, Amenity-Flächen

Bürotrends 2026: Amenity-Flächen um 120% gestiegen, Schreibtische schrumpfen

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 16:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CBRE-Studie zeigt massiven Anstieg von Begegnungsflächen und KI-Nutzung. Desk Sharing wird zum Standard, während Einzelarbeitsplätze schrumpfen.

Bürostudie 2026: Desk Sharing und KI verändern Arbeitswelten
Modernes, helles BĂĽro mit offenen Lounge-Bereichen fĂĽr informellen Austausch und kollaboratives Arbeiten. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Der klassische Schreibtisch stirbt aus. Unternehmen setzen stattdessen auf Flächen für den informellen Austausch. Das zeigt die am 28. Juli 2026 veröffentlichte CBRE-Studie „2026 Global Workplace & Occupancy Insights“.

Seit 2021 sind die sogenannten Amenity-Flächen für soziale Begegnungen um 120 Prozent gestiegen. Gleichzeitig reduzieren Firmen den Anteil an Einzelarbeitsplätzen von 56 auf 35 Prozent.

Desk Sharing wird zum Standard

Der Trend zur Flexibilisierung ist unübersehbar. Der Anteil fest zugewiesener Plätze sank von 83 auf 55 Prozent. Hybride Modelle und Desk Sharing legten dagegen von 12 auf 36 Prozent zu.

Bereits 83 Prozent der befragten Unternehmen planen eine tätigkeitsbasierte Raumgestaltung. „Firmen bauen ihre Büros gezielt für den direkten Austausch um“, erklärt Stephan Leimbach von CBRE.

Um die Nutzung der neuen Flächen zu steuern, greifen 78 Prozent der Firmen auf Auslastungsdaten zurück. Dr. Jan Linsin erwartet zudem eine steigende Büroauslastung bis 2027.

KI treibt Veränderung – und Mehrarbeit

Künstliche Intelligenz ist ein wesentlicher Treiber für den Wandel. Die Studie prognostiziert ein Wachstum der KI-Nutzung um 327 Prozent. Schon jetzt setzen 79 Prozent der Unternehmen KI-Technologien ein, 88 Prozent der Führungskräfte wollen ihre Investitionen weiter erhöhen.

Spannend: Beschäftigte, die KI intensiv nutzen, arbeiten im Schnitt 2,75 Stunden pro Woche mehr als Kollegen ohne KI-Einsatz.

Homeoffice-Wunsch hängt vom Büro ab

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Die CBRE-Studie zeigt: Amenity-Flächen sind seit 2021 um 120% gestiegen, während Einzelarbeitsplätze schrumpfen. Wer jetzt nicht auf tätigkeitsbasierte Raumgestaltung setzt, riskiert steigende Leerstände und verpasst den Anschluss an die neue Arbeitswelt. Jetzt kostenlosen Büro-Report anfordern: Checklisten, Kennzahlen und 5 Schritte zur Umsetzung – exklusiv für Entscheider. Jetzt Report sichern

Die Konstanzer Homeoffice-Studie lieferte im März 2026 ergänzende Einblicke. Bei 1.017 Befragten gaben 35 Prozent an, dass ihnen im Büro Begegnungsflächen fehlen.

Die Büroform beeinflusst den Homeoffice-Wunsch massiv. Nutzer von Desk-Sharing-Modellen möchten durchschnittlich 3,40 Tage pro Woche von zu Hause arbeiten. Bei Beschäftigten mit festem Arbeitsplatz sind es nur 2,59 Tage.

Besonders hoch ist der Distanzarbeitswunsch in großen Großraumbüros mit mehr als 24 Plätzen (3,56 Tage). Am geringsten fällt er in Einzelbüros aus (2,34 Tage).

In flexiblen Büros scheint die Zufriedenheit höher: Nur 14 Prozent vermissen dort Begegnungsflächen. Zudem berichten Nutzer dieser Konzepte von mehr kollegialer Unterstützung sowie geringeren Werten bei Erschöpfung und Einsamkeit.

Immobilienmarkt unter Druck – trotz neuer Projekte

Der gewerbliche Immobilienmarkt leidet. Der DIP-BĂĽromarktbericht fĂĽr das erste Halbjahr 2026 verzeichnet einen UmsatzrĂĽckgang von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders hart traf es Frankfurt am Main. Der Flächenumsatz brach laut Aengevelt-Analysen um 49 Prozent auf 177.000 Quadratmeter ein. Gründe: geopolitische Spannungen, steigende Rohstoffpreise und die Etablierung von Homeoffice-Modellen. Die Leerstandsquote in Frankfurt stieg auf 11,6 Prozent.

Dennoch entstehen neue Konzepte. In Berlin-Mitte eröffnete Homaris im Juni 2026 die „K48 Studios“ – ein ehemaliges Bürogebäude mit 90 Serviced Apartments und integrierten Coworking-Flächen.

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Der Homeoffice-Wunsch Ihrer Mitarbeiter hängt direkt von der Bürogestaltung ab: In Großraumbüros mit über 24 Plätzen wünschen sich Beschäftigte 3,56 Homeoffice-Tage pro Woche – in Einzelbüros nur 2,34. Mit der richtigen Raumaufteilung senken Sie den Distanzarbeitswunsch und steigern die Auslastung. Erhalten Sie die 5 wichtigsten Hebel zur tätigkeitsbasierten Büroplanung – basierend auf aktuellen Studien. Jetzt Report anfordern

In Potsdam steht am 4. September 2026 die Eröffnung des Kreativ Quartiers an. Das Projekt des Investors IDEAL Lebensversicherung umfasst 25.000 Quadratmeter, ein Großteil geht vergünstigt an die Kreativwirtschaft.

In Zürich plant ON eine Umgestaltung seines Hauptsitzes. Bis 2027 sollen Erdgeschoss, Archiv, Bar und Showrooms für die Öffentlichkeit zugänglich werden – um die Interaktion zwischen den über 1.300 Mitarbeitenden und dem Publikum zu fördern.

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