Computer, Bund

Bund und LÀnder fördern Halbleiterunternehmen mit 4 Milliarden Euro

08.06.2023 - 18:03:34 | dts-nachrichtenagentur.de

Bund und LÀnder wollen 31 Halbleiterunternehmen mit insgesamt rund vier Milliarden Euro fördern.

Junge Leute beim Zocken - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur
Junge Leute beim Zocken - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur

Die EU-Kommission hat am Donnerstag ein entsprechendes Vorhaben genehmigt, bei dem europaweit insgesamt ĂŒber 60 Projekte im Bereich der Mikroelektronik mit bis zu 8,1 Milliarden Euro gefördert werden sollen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Unter den Unternehmen, die gefördert werden sollen, befinden sich unter anderen Zeiss, Infineon, Bosch und Wolfspeed.

"Die 31 Mikroelektronik-Projekte aus elf BundeslĂ€ndern stĂ€rken den Mikroelektronik-Standort Deutschland in der Breite und sind ein wichtiger industriepolitischer Meilenstein", sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne). "Wir können so die WiderstandsfĂ€higkeit in ganz Europa in diesem wichtigen Feld erhöhen und Wertschöpfung und ArbeitsplĂ€tze sichern." Insgesamt sollen deutsche Unternehmen mehr als zehn Milliarden Euro fĂŒr Produktionsanlagen, FertigungsstĂ€tten und fĂŒr die Entwicklung von Halbleiterchips investieren, hieß es. Die Förderung hierzulande soll zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch die LĂ€nder bereitgestellt werden. Möglich wird die Förderung durch das europĂ€ische Beihilfeninstrument IPCEI, mit dem laut Wirtschaftsministerium "hochinnovative, pan-europĂ€ische Investitionsprojekte" durch die jeweiligen Mitgliedstaaten gefördert werden können. Voraussetzung fĂŒr eine Förderung sei, dass die Vorhaben zu den strategischen Zielen der EuropĂ€ischen Union beitragen, mindestens vier europĂ€ische Mitgliedstaaten beteiligt sind und positive "Spill-over"-Effekte auf den gesamten Binnenmarkt entstehen, hieß es. "Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien sind das RĂŒckgrat aller modernen elektronischen GerĂ€te, vom Mobiltelefon bis zur medizinischen AusrĂŒstung", sagte die fĂŒr Wettbewerbspolitik VizeprĂ€sidentin der Kommission, Margrethe Vestager, zur BegrĂŒndung. Es sei das grĂ¶ĂŸte derartige Vorhaben, das bislang zugelassen worden ist.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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