Deutschland, Europa

Bundesbank: Wero und digitalen Euro verzahnen

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 10:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Europa will beim Bezahlen unabhÀngiger von den USA werden. Ein Angebot gibt es bereits, an einem zweiten feilen die Notenbanken. Die beiden sollten sich keine Konkurrenz machen, mahnt die Bundesbank.

  • Die Euro-Notenbanken tĂŒfteln seit Jahren an einer digitalen Variante der europĂ€ischen GemeinschaftswĂ€hrung und peilen eine EinfĂŒhrung der Alternative zum Bargeld im Jahr 2029 an. (Symbolbild) - Bild: Malin Wunderlich/dpa
    Die Euro-Notenbanken tĂŒfteln seit Jahren an einer digitalen Variante der europĂ€ischen GemeinschaftswĂ€hrung und peilen eine EinfĂŒhrung der Alternative zum Bargeld im Jahr 2029 an. (Symbolbild) - Bild: Malin Wunderlich/dpa
  • Umfragen zufolge ist Wero vielen potenziellen Nutzern noch unbekannt. (Symbolbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Umfragen zufolge ist Wero vielen potenziellen Nutzern noch unbekannt. (Symbolbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Die Euro-Notenbanken tĂŒfteln seit Jahren an einer digitalen Variante der europĂ€ischen GemeinschaftswĂ€hrung und peilen eine EinfĂŒhrung der Alternative zum Bargeld im Jahr 2029 an. (Symbolbild) - Bild: Malin Wunderlich/dpa Umfragen zufolge ist Wero vielen potenziellen Nutzern noch unbekannt. (Symbolbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

FĂŒr mehr europĂ€ische UnabhĂ€ngigkeit beim digitalen Bezahlen sollten aus Sicht der Bundesbank die europĂ€ische Paypal-Alternative Wero und der digitale Euro miteinander verzahnt werden. «Denkbar wĂ€re beispielsweise, den digitalen Euro in die Wero Wallet zu integrieren», sagte Bundesbank-Vorstand Lutz LienenkĂ€mper in Frankfurt bei einem Symposium der Deutschen Bundesbank zum Zahlungsverkehr. «Das könnte die Reichweite europĂ€ischer Zahlungsangebote erhöhen und dazu beitragen, dass neue Lösungen nicht nebeneinanderstehen, sondern nahtlos zusammenwirken.»

Wero wird von der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern, vorangetrieben. Seit Anfang Juli 2024 bietet Wero nach dem Muster des US-Konkurrenten Paypal vor allem direkte mobile Geldzahlungen von Mensch zu Mensch an. Inzwischen kann Wero auch bei etlichen HÀndlern zum Einkaufen im Netz genutzt werden, Àhnlich wie Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay oder andere vergleichbare Dienste.

Noch Luft nach oben bei Wero

Nach jĂŒngsten Angaben gibt es bislang 57 Millionen registrierte Wero-Nutzer in Belgien, Frankreich und Deutschland. An der EinfĂŒhrung in den Niederlanden, Luxemburg und Österreich wird gearbeitet. Noch habe Wero auch hierzulande das Potenzial nicht ausgeschöpft, stellte LienenkĂ€mper fest. «Der Markthochlauf bleibt daher eine Aufgabe, die mit Nachdruck verfolgt werden muss.»

Braucht es zusÀtzlich einen digitalen Euro?

Dass die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) parallel seit Jahren an einem digitalen Euro als Alternative zum Bargeld arbeitet, finden Kritiker auch angesichts der Kosten fragwĂŒrdig. Mit einem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken privaten Anbietern vor allem aus den USA wie Paypal, Mastercard und Visa, die derzeit den Markt fĂŒr digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europĂ€isches Angebot entgegensetzen. Angepeilt ist die EinfĂŒhrung des digitalen Euro fĂŒr 2029.

Der digitale Euro sei wichtig, sagte LienenkĂ€mper: «Ein digitaler Euro ist Zentralbankgeld fĂŒr den digitalen Raum: allgemein zugĂ€nglich, sicher, europĂ€isch und mit hohem Datenschutz - als ErgĂ€nzung zu privaten Zahlungslösungen und auch zum Bargeld, nicht aber als deren Ersatz.»

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70002957 |