Bundesbank: Zuschlag fĂŒr neue Zentrale bis Ende 2027
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 11:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuf der Suche nach einer neuen Zentrale geht die Deutsche Bundesbank den nĂ€chsten Schritt: Die Notenbank hat eine europaweite Ausschreibung gestartet, bei der sie anschlieĂend mit Bewerbern ĂŒber deren Angebote verhandeln will. Angestrebt sei, bis Ende 2027 den Zuschlag zu erteilen, teilte die Bundesbank mit.
Im MĂ€rz hatte der Vorstand entschieden, nach der Sanierung der bisherigen Zentrale, nicht wieder in das markante BetongebĂ€ude im Norden Frankfurts einzuziehen. Eine WirtschaftlichkeitsprĂŒfung habe ergeben, dass der Kauf einer Immobilie deutlich kostengĂŒnstiger sei.
Daher strebt die Notenbank nun den Erwerb eines schlĂŒsselfertigen GebĂ€udes einschlieĂlich eines GrundstĂŒcks im Stadtgebiet von Frankfurt an, entweder als Neubau oder als kernsanierte Bestandsimmobilie. Die kĂŒnftige Zentrale soll nach Vorstellungen der Bundesbank Raum fĂŒr etwa 2.500 ArbeitsplĂ€tze sowie rund 15.000 Quadratmeter NutzflĂ€che bieten.
Preis, QualitÀt, Erreichbarkeit
Bei der Auswahl des Standorts spielen fĂŒr die Bundesbank nicht nur der Preis und die QualitĂ€t des GebĂ€udes eine Rolle, wie der fĂŒr das Baumanagement zustĂ€ndige Chief Operating Officer Stephan Bredt erklĂ€rte: «Auch eine gute Lage und eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind fĂŒr uns relevant, um fĂŒr unsere BeschĂ€ftigten, externe GeschĂ€ftspartner sowie Besucherinnen und Besucher gut erreichbar zu sein.»
Was passiert mit dem Goldschatz?
In das ehemalige BundesbankgebĂ€ude, das unter Denkmalschutz steht, soll die EuropĂ€ische Schule einziehen. Sie sĂ€Ăe dann quasi auf einem Goldschatz: Auf dem GelĂ€nde der bisherigen Bundesbank-Zentrale lagert - hochgesichert in Tresoren - mehr als die HĂ€lfte der deutschen Goldreserven, die die Bundesbank fĂŒr den deutschen Staat verwahrt: 1.710 Tonnen Gold.
