Mehrheit will Werbeverbote fĂŒr ungesunde Kinder-Lebensmittel
17.07.2023 - 10:22:29 | dpa.deEine Mehrheit der Deutschen unterstĂŒtzt einer Umfrage zufolge die PlĂ€ne von BundesernĂ€hrungsminister Cem Ăzdemir (GrĂŒne), an Kinder gerichtete Werbung fĂŒr Lebensmittel mit zu viel Zucker, Fett und Salz per Gesetz einzudĂ€mmen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Verbraucherorganisation Foodwatch befĂŒrworteten 66 Prozent die PlĂ€ne, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag) berichtet. Foodwatch-Verbraucherschutzexpertin Luise Molling sagte dem RND, nicht nur Mediziner, Kinderrechts- und Verbraucherorganisationen, sondern auch eine deutliche Mehrheit der BundesbĂŒrger halte WerbebeschrĂ€nkungen fĂŒr unausweichlich, um FehlernĂ€hrung bei Kindern zu bekĂ€mpfen. Molling appellierte an die FDP, die PlĂ€ne von Ăzdemir mitzutragen.
Ăzdemir hatte Werbeverbote in «allen fĂŒr Kinder relevanten Medien» vorgeschlagen - und zwar nicht nur fĂŒr reine Kindersendungen, sondern von 6.00 Uhr bis in den spĂ€ten Abend um 23.00 Uhr. Ende Juni hatte er den Entwurf prĂ€zisiert: Der Vorschlag sei nun, dass diese Werbeverbote werktags von 17.00 bis 22.00 Uhr gelten sollten, samstags zusĂ€tzlich von 8.00 bis 11.00 Uhr und sonntags von 8.00 bis 22.00 Uhr, sagte er.
Der Minister hĂ€lt eine gesetzliche Regelung fĂŒr notwendig, weil alle bisherigen freiwilligen Selbstverpflichtungen versagt hĂ€tten. Der GrĂŒnen-Politiker sieht sich durch die Umfrage bestĂ€rkt. «Unser Gesetzentwurf sollte zeitnah die nĂ€chsten Schritte gehen, um breit und unter Einbeziehung aller gesellschaftlich relevanten Akteure beraten werden zu können», sagte Ăzdemir dem RND. Nach der Sommerpause mĂŒsse nun die Expertenanhörung eingeleitet werden.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
