Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam Start-ups stÀrken
15.07.2025 - 18:52:10 | dts-nachrichtenagentur.de
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und sein französischer Amtskollege Ăric Lombard wollen die Bedingungen fĂŒr GrĂŒnder auf europĂ€ischer Ebene stĂ€rken und richten dafĂŒr eine Expertenkommission ein.
Fahnen von Deutschland, Frankreich und der EU (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir wollen, dass Europa ein Umfeld schafft, in dem innovative Unternehmen zu globalen Champions heranwachsen können", schreiben die beiden Politiker in einem gemeinsamen Gastbeitrag fĂŒr das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) und die französische Finanzzeitung Les Echos. "Daher werden wir ein Expertengremium unter der Leitung des ehemaligen Gouverneurs der Banque de France, Christian Noyer, und des ehemaligen deutschen Finanzministers Jörg Kukies einsetzen." Das Gremium solle konkrete VorschlĂ€ge zur "StĂ€rkung der Finanzierung von Start-ups und Wachstumsunternehmen in Europa" erarbeiten.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten sei die WettbewerbsfĂ€higkeit Europas hinter die der Vereinigten Staaten und Chinas zurĂŒckgefallen, schreiben Klingbeil und Lombard.
"Um das Wachstumspotenzial des europĂ€ischen Marktes voll auszuschöpfen, mĂŒssen wir fĂŒr mehr öffentliche und private Investitionen in Richtung Dekarbonisierung und Digitalisierung sorgen."
Die beiden Minister fordern die EuropĂ€ische Union auf, die Meldepflichten fĂŒr groĂe Unternehmen schnell um 25 Prozent zu reduzieren, "fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen sogar noch mehr". Zudem mĂŒsse die Spar- und Investitionsunion vorangebracht werden.
"Dabei gehen Deutschland und Frankreich noch einen Schritt weiter", schreiben Klingbeil und Lombard. "Im Juni haben wir uns gemeinsam mit fĂŒnf anderen europĂ€ischen LĂ€ndern darauf geeinigt, Finance Europe zu schaffen. Dieses Siegel soll Sparern eine klare Orientierung bei der Wahl langfristiger Finanzanlagen bieten."
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