China, Geheimdienste

Faeser will Schutz vor chinesischer Spionage deutlich verstÀrken

05.06.2023 - 19:32:06 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will den Schutz vor chinesischer Spionage in Deutschland deutlich verstÀrken.

Chinesische Flagge - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

"FĂŒr mich gibt es drei Sicherheits-PrioritĂ€ten im Umgang mit China: Risiken erkennen, Gefahren abwehren, AbhĂ€ngigkeiten vermeiden", sagte Faeser dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Die Ministerin sprach von einer "erheblichen Gefahr" durch chinesische Spionage in Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft.

Über einen 2020 entdeckten Fall, bei dem ein Wissenschaftler aus China im Staatsauftrag ein norddeutsches Medizintechnik-Unternehmen ausspioniert haben soll, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf informierte Kreise. Der bislang unter Verschluss gehaltene Vorgang zeige exemplarisch die GefĂ€hrdungslage mit Blick auf den Know-how-Abfluss durch chinesische Gastwissenschaftler, hieß es. Laut den Angaben fĂŒhrte die Firma gemeinsam mit einer deutschen UniversitĂ€t ein Projekt durch, um antimikrobielle OberflĂ€chentechnologien fĂŒr verschiedene Anwendungsgebiete zu entwickeln. Von Mitte 2015 bis Mai 2016 sei ein chinesischer Wissenschaftler als Doktorand Teil des Forschungsteams der beteiligten Uni gewesen und habe so Zugang zu dem Projekt erhalten. Schon wĂ€hrend der Projektarbeit sei dieser durch ein "ungewöhnlich großes Interesse an den Technologien des Unternehmens" aufgefallen, so die Zeitung. Dennoch sei zunĂ€chst kein Spionageverdacht aufgekommen. "Erst nach der RĂŒckkehr des Wissenschaftlers nach China entdeckte man, dass Forschungsergebnisse und Produktionsgeheimnisse entwendet worden waren", sagten mit dem Fall vertraute Personen dem "Handelsblatt". Der Spionageverdacht erhĂ€rtete sich schließlich bei der Anmeldung eines Patentes fĂŒr eine neue Beschichtungstechnologie. Das deutsche Unternehmen stellte fest, dass diese "eins zu eins in China angemeldet" worden war. Faeser mahnte zu stĂ€rkeren Sicherheitsvorkehrungen. Um die Ausforschung von Know-how und Innovationen konsequent zu unterbinden, sei "entscheidend, auch in Unternehmen und in Forschungseinrichtungen fĂŒr ein ausgeprĂ€gtes Gefahrenbewusstsein und hohe Schutzvorkehrungen zu sorgen", sagte sie.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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