Produktion/Absatz, Konjunktur

Scholz schlÀgt europÀischen Stahlgipfel vor

09.12.2024 - 13:02:52 | dpa.de

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will sich auch auf EU-Ebene fĂŒr eine StĂ€rkung der kriselnden Stahlindustrie einsetzen.

Der Bundeskanzler setze sich fĂŒr einen zeitnahen europĂ€ischen Stahlgipfel ein, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit nach einem nationalen Stahlgipfel in Berlin mit. Scholz traf sich mit Branchenvertretern, BetriebsrĂ€ten und Gewerkschaften.

Die Bundesregierung setzte sich gegenĂŒber der EU-Kommission dafĂŒr ein, dass wichtige Entlastungsinstrumente fĂŒr die Stahlindustrie bestehen bleiben oder verbessert werden, wie es hieß. Die Kommission mĂŒsse entschlossen handeln, wenn es um Wettbewerbsverzerrungen durch Dumping und marktverzerrende Subventionen gehe. Die EU-Behörde mĂŒsse weitere handelspolitische Schutzmaßnahmen fĂŒr den Stahlbereich prĂŒfen.

Union spricht von "Show-Gipfel"

Scholz bekrĂ€ftigte außerdem PlĂ€ne der rot-grĂŒnen Bundesregierung, die Netzentgelte zu dĂ€mpfen und energieintensive Firmen damit bei den Stromkosten zu entlasten. Allerdings hat Rot-GrĂŒn nach dem Scheitern der Ampel keine Mehrheit mehr im Bundestag.

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Julia Klöckner, sprach von einem "Show-Gipfel" im Kanzleramt. "Die Restampel hat keine Mehrheit mehr und kann nichts mehr aus eigener Kraft umsetzen."

IG Metall fordert Ergebnisse

JĂŒrgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, sagte, die Gewerkschaft und BetriebsrĂ€te hĂ€tten bei dem Treffen im Kanzleramt auf die angespannte Situation in den Stahlbetrieben hingewiesen. "Zehntausend BeschĂ€ftigte haben in der Vergangenheit fĂŒr den klimaneutralen Umbau der Stahlindustrie demonstriert und fĂŒhlen sich jetzt alleingelassen." Die von der Bundesregierung geplante Deckelung der Stromnetzentgelte bei drei Cent sei ein richtiger erster Schritt, dĂŒrfe aber nicht erst mit der nĂ€chsten Regierung umgesetzt werden. "Wir brauchen jetzt einen international wettbewerbsfĂ€higen Strompreis", so Kerner.

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