Gebotsverfahren, KlimaschutzvertrÀge

Gebotsverfahren fĂŒr KlimaschutzvertrĂ€ge startet am Dienstag

11.03.2024 - 16:27:02 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) startet am Dienstag das erste Gebotsverfahren fĂŒr die neuen "KlimaschutzvertrĂ€ge".

Stahlproduktion (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Diese sollen die deutsche Industrie auf dem Weg zur KlimaneutralitĂ€t unterstĂŒtzen. "Allein die geförderten Anlagen aus der ersten Gebotsrunde werden mehrere Millionen Tonnen CO2 einsparen", sagte Habeck dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Insgesamt vier Milliarden Euro stellt der Bund fĂŒr die erste Förderrunde bereit.

Drei weitere Ausschreibungsrunden sollen folgen. Insgesamt will der Bund fĂŒr die energieintensive Industrie Mittel in zweistelliger Milliardenhöhe zur VerfĂŒgung stellen. Das Prinzip der KlimaschutzvertrĂ€ge: Mehrkosten, die Unternehmen aus energieintensiven Industriebranchen dadurch entstehen, klimafreundliche Anlagen zu errichten und zu betreiben, werden durch den Staat ausgeglichen. Wird die Produktion der grĂŒnen Produkte kĂŒnftig gĂŒnstiger, zahlen die Unternehmen an den Staat zurĂŒck. Der Förderzeitraum betrĂ€gt maximal 15 Jahre. Die Unternehmen können den Klimaschutzvertrag mit einer Frist von drei Jahren kĂŒndigen. Das geht aus der fertigen Förderrichtlinie hervor, ĂŒber die das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet. Dem Wirtschaftsministerium zufolge können durch die KlimaschutzvertrĂ€ge Emissionen in Höhe von rund 350 Millionen Tonnen CO2 bis 2045 vermieden werden. Bewerben können sich Unternehmen, die an einem Vorverfahren teilgenommen haben. Ministeriumskreisen zufolge kommen diese aus den Branchen Chemie, Papier, Zement, Keramik, Stahl, Glas und Gips. Die erste Runde richtet sich vor allem an den industriellen Mittelstand. Deshalb ist die Fördersumme auf eine Milliarde Euro pro Antrag begrenzt.

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