Reiche verteidigt KĂŒrzungsplĂ€ne fĂŒr erneuerbare Energien
18.02.2026 - 19:55:55 | dts-nachrichtenagentur.deMit Blick auf Ăberlegungen ihres Hauses, die EntschĂ€digungen fĂŒr Erneuerbaren-Anlagen zu streichen, wenn Strom wegen fehlender NetzkapazitĂ€ten nicht eingespeist werden kann, sagte sie: Die Kosten fĂŒr Strom, "der aufgrund von NetzengpĂ€ssen nicht genutzt werden kann, betragen mittlerweile fast drei Milliarden Euro im Jahr". Die Summe werde auf alle Verbraucher umgelegt und erhöhe die Stromkosten. "Das kann doch nicht die Lösung sein", sagte sie.
Die geplanten Ănderungen sind Bestandteil eines "Netzpaketes" des Wirtschaftsministeriums, dessen Entwurfsfassung vor einigen Tagen durchgesickert war. Reiche steht wegen des Netzpaketes in der Kritik. Die Erneuerbaren-Branche wirft ihr vor, sie wolle den Ausbau der Erneuerbaren blockieren.
Die Ministerin sagte, sie habe fĂŒr die Kritik kein VerstĂ€ndnis. "Es geht um die Kosten des Gesamtsystems", beteuerte sie. "Ich sehe meinen Auftrag darin, die Belastung fĂŒr Wirtschaft und Verbraucher durch Energiekosten zu reduzieren oder mindestens nicht weiter steigen zu lassen", sagte sie. Dazu sei eine faire Lastenverteilung erforderlich. "Wer in diesem Zusammenhang von `Blockade` spricht, manövriert sich ins Aus", sagte die Ministerin.
Der Zubau von Photovoltaik und Windkraft hat im vergangenen Jahr nicht die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Ausbauziele erreicht. Ab 2025 sollen jĂ€hrlich 7,8 Gigawatt Windenergie zugebaut werden, ab 2026 sollen jĂ€hrlich 22 Gigawatt Solarenergie. Die KĂŒrzung der EinspeisevergĂŒtung im EEG hatte in den Jahren nach 2012 dazu gefĂŒhrt, dass der Ausbau einbrach.
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