Caritas-Mitarbeitervertretungen, BeschÀftigte

Caritas-Mitarbeitervertretungen: 17.000 BeschÀftigte im Blick der DiAG MAV B

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bayerische Vertretungen verlangen verlĂ€ssliche Mittel fĂŒr soziale Einrichtungen; BeschĂ€ftigte der UKB Catering streben einen Tarifvertrag auf TV-L-Niveau an.
Ein leerer, sonnendurchfluteter Tagungssaal in einem historischen GebÀude mit Stuhlreihen und hohen Fenstern. Illustration mit AI erstellt.

Bei der Jahresmitgliederversammlung der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Mitarbeitervertretungen im Bereich Caritas (DiAG MAV B) sind rund 120 Teilnehmende im Burkardushaus in WĂŒrzburg zusammengekommen.

Die Tagung stand unter dem Motto Gemeinsam fĂŒr Respekt und gute Arbeit, wie aus einem Bericht der Main-Post vom 5. November 2026 hervorgeht. Die DiAG MAV B vertritt 200 Mitarbeitervertretungen aus den Bereichen KindertagesstĂ€tten, Schulen, Pflege und Heimen mit circa 17.000 Mitarbeitenden.

Arbeitsvertragsrichtlinien und Qualifizierungsanspruch im Fokus

Auf der Versammlung in WĂŒrzburg standen zentrale Weichenstellungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten kirchlicher Einrichtungen im Mittelpunkt. Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt war die anstehende Reform der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR 2027), die von einem Rechtsanwalt im Detail erlĂ€utert wurde.

Zudem befassten sich die Delegierten mit den gesetzlichen und innerkirchlichen Rechten der Gremien: Hannah Skopnik von Kifas thematisierte den Schulungs- und Qualifizierungsanspruch von Mitgliedern der Mitarbeitervertretungen, der eine wesentliche Grundlage fĂŒr eine wirksame Interessenvertretung bilde.

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Bayerische Mitarbeitervertretungen verabschieden Resolution gegen KĂŒrzungspolitik

Die WĂŒrzburger Beratungen stehen im Kontext einer breiteren Initiative im Freistaat. Wie ver.di in einem Bericht vom 4. November 2026 darlegte, haben bayerische Mitarbeitervertretungen eine gemeinsame Resolution gegen KĂŒrzungspolitik verabschiedet. Diese Initiative erfolgte einen Monat nach der Großdemonstration fĂŒr einen starken Sozialstaat am 26. September in NĂŒrnberg.

In ihrer Resolution fordern die bayerischen Mitarbeitervertretungen eine bedarfsgerechte und dauerhaft gesicherte Finanzierung sozialer Einrichtungen.

Tarifsteigerungen sowie Personal- und Sachkosten mĂŒssten vollstĂ€ndig refinanziert werden. DarĂŒber hinaus verlangen die Vertretungen verbindliche Vorgaben fĂŒr die Personalausstattung sowie eine wirksame Mitbestimmung und ein Streikrecht auch in kirchlichen Einrichtungen.

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Die Resolution lehnt LeistungskĂŒrzungen, höhere finanzielle Eigenbeteiligungen sowie abgesenkte Qualifikationsstandards ab und richtet einen Appell an die Bundesregierung, die Bayerische Staatsregierung und die KostentrĂ€ger, entsprechende KĂŒrzungsvorhaben zurĂŒckzunehmen.

Betriebsgruppe bei UKB Catering strebt TV-L-Niveau an

Auch bei ausgegliederten Dienstleistern im Gesundheitswesen wĂ€chst der Druck auf die Arbeitsbedingungen. Am 14. Oktober 2026 grĂŒndeten BeschĂ€ftigte der UKB Catering gGmbH, einer Tochtergesellschaft des UniversitĂ€tsklinikums Bonn, eine eigene Betriebsgruppe mit dem Ziel eines Anerkennungstarifvertrags zum TV-L. Das Unternehmen beschĂ€ftigt je nach Personalstand etwa 120 bis 135 Menschen.

Bisher gelten fĂŒr die Belegschaft die Tarifbedingungen des nordrhein-westfĂ€lischen Gastgewerbes; eine formelle Aufforderung zu Tarifverhandlungen liegt laut einem Bericht von ver.di vom 5. November 2026 bislang noch nicht vor. Unter dem Kampagnentitel 130 GEHÖREN DAZU. und dem Slogan Eine Klinik.

Ein Team. Ein Tarif. fordert die Belegschaft neben der tariflichen Gleichstellung auch die politische Reintegration der Servicegesellschaft in das UniversitĂ€tsklinikum Bonn. GewerkschaftssekretĂ€r Maurice Graf kritisierte, dass gleiche Arbeit im Klinikbereich derzeit unterschiedlich vergĂŒtet werde.

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