Flughafen Frankfurt setzt auf biometrische Identifikation
26.10.2023 - 13:37:11 | dpa.deAm Frankfurter Flughafen können kĂŒnftig mehr Passagiere die Möglichkeit nutzen, sich an Kontrollstellen mit ihren biometrischen Gesichtsmerkmalen zu identifizieren. Der Flughafenbetreiber Fraport stellte am Donnerstag eine technische Lösung des Dienstleisters Sita vor, die bislang den GĂ€sten der Lufthansa und der mit ihr verbundenen Star Alliance (u.a. United, Air China, Air India) vorbehalten war.
Frankfurt sei damit der erste Flughafen in Europa, auf dem dieser Service grundsĂ€tzlich den FluggĂ€sten aller Airlines angeboten werde, teilte Fraport mit. Konkrete Vereinbarungen mit ersten Gesellschaften auĂerhalb der Star Alliance stĂŒnden kurz vor dem Abschluss. «Unser Ziel ist es, mindestens 50 Prozent aller Check-in-Automaten sowie Bordkartenkontrolle und Abfluggates in den nĂ€chsten Monaten mit der wegweisenden Technologie auszustatten», kĂŒndigte der Fraport-Vorstand fĂŒr Infrastruktur, Pierre Dominique PrĂŒmm, an.
Das Angebot «Smart Path» (kluger Weg) von Sita und dem US-Technologie-Anbieter NEC nutzt die individuellen Gesichtsmerkmale der Menschen. An den Kontrollpunkten wird dann idealerweise im Vorbeigehen das Gesicht gescannt, statt jedes Mal Ausweispapiere, Tickets oder Bordkarten zu kontrollieren. Laut Sita bevorzugen rund 75 Prozent der GÀste dieses kontaktlose biometrische Verfahren. Herkömmliche Identifikationsverfahren sollen aber möglich bleiben, hieà es vom Flughafen.
Star-Alliance-Passagiere mit Miles & More-Karte können ihre Merkmale dauerhaft hinterlegen, wĂ€hrend die ĂŒbrigen FluggĂ€ste sich mit ihrem Ausweis an eigens aufgestellten Automaten jeweils nur fĂŒr den gebuchten Flug registrieren können. Die biometrischen Daten werden drei Stunden nach der effektiven Abflugzeit gelöscht, versicherten Fraport und Sita.
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