Energieintensive Industrie fĂ€hrt Produktion zurĂŒck
15.05.2026 - 08:29:01 | dpa.deHohe Energiepreise haben in Deutschland zu einer geringeren Produktion und Jobverlusten in besonders energieintensiven Industriebereichen gefĂŒhrt. Der ProduktionsrĂŒckgang in ausgewĂ€hlten Branchen wie Chemie, Papier, Glas oder Metallerzeugung fiel mit 15,2 Prozent seit Februar 2022 deutlich gröĂer aus als in der gesamten Industrie mit 9,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Werte schlieĂen den MĂ€rz dieses Jahres mit ein.Â
Mit dem ProduktionsrĂŒckgang gingen etliche ArbeitsplĂ€tze verloren. Im MĂ€rz 2026 arbeiteten 794.400 Menschen in energieintensiven Branchen, 6,3 Prozent weniger als im Februar 2022. Das entspricht einem Verlust von etwa 53.200 Stellen. Die Papierindustrie verlor anteilig am meisten (minus 8,6 Prozent), gefolgt von der Metallerzeugung und -verarbeitung (minus 7,1 Prozent).Â
Raffinerien legen zuÂ
Eine Ausnahme bildet die Mineralölverarbeitung: Sie steigerte ihre Produktion um 24,6 Prozent und schuf sogar 1.000 neue ArbeitsplÀtze. Dort wurden insbesondere seit Januar 2026 deutliche ZuwÀchse verzeichnet.
Die energieintensiven Industriezweige benötigten im Jahr 2024 drei Viertel (75,6 Prozent) der insgesamt in der Industrie verbrauchten Energie. GröĂter Verbraucher war die Chemie mit einem Anteil von 27,9 Prozent vor der Metallerzeugung und -bearbeitung (23,7 Prozent) und der Mineralölverarbeitung (10,7 Prozent). Die wichtigsten EnergietrĂ€ger waren Erdgas mit einem guten Viertel (26,3 Prozent), Mineralöl (21,0 Prozent), Kohle (18,1 Prozent) sowie Strom (15,2 Prozent).
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