China kritisiert PlĂ€ne fĂŒr neue EU-Handelsinstrumente
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 06:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Protektionismus kann die WettbewerbsfĂ€higkeit nicht steigern", sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking. Eine Abkopplung und das Kappen von Lieferketten schadeten anderen und nĂŒtzten einem selbst nicht.
Deutschland und Frankreich sollten an Offenheit und freiem Handel festhalten und die Regeln der Welthandelsorganisation WTO einhalten, hieĂ es weiter. Peking forderte beide LĂ€nder auf, die EU nicht zum Einsatz protektionistischer Instrumente zu bewegen und Wirtschafts- und Handelsfragen nicht zu politisieren.
Merz und Macron fordern neue Instrumente
Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron hatten sich gemeinsam fĂŒr neue Schutzinstrumente ausgesprochen. Systematisch marktverzerrende Praktiken gefĂ€hrdeten den Wettbewerb fĂŒr europĂ€ische Unternehmen und fĂŒhrten zu zunehmenden AbhĂ€ngigkeiten, heiĂt es in einem Schreiben an EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen.
Die Regierungschefs schlagen unter anderem ein Instrument vor, das eine zu starke AbhÀngigkeit von Lieferanten aus einzelnen LÀndern verhindern soll. Zudem soll ein Verfahren geschaffen werden, mit dem ein anderes Land im Eilverfahren vom europÀischen Binnenmarkt ausgeschlossen werden könnte.
Ein bestimmtes Land nennen Merz und Macron dabei nicht. Hintergrund dĂŒrfte aber vor allem die chinesische Handelspolitik sein. Die EU wirft China unter anderem staatliche Subventionen und ĂberkapazitĂ€ten vor, die europĂ€ischen Unternehmen den Wettbewerb erschwerten.
EU-Handelskommissar zu GesprÀchen in Peking
Die Kritik aus Peking kommt unmittelbar vor neuen HandelsgesprĂ€chen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic wird am Donnerstag und Freitag in Peking erwartet. Dort sind GesprĂ€che mit Chinas Handelsminister Wang Wentao ĂŒber die angespannten Wirtschaftsbeziehungen geplant.
