China, Konjunktur

Chinas Exporte nach Deutschland steigen weiter krÀftig

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 06:09 Uhr | dpa.de

Chinesische Unternehmen verkauften auch im Juli wieder deutlich mehr Waren nach Deutschland, kauften dort aber weniger ein. Das Ungleichgewicht im Handel wird grĂ¶ĂŸer.

Im Hafen der chinesischen Stadt Yantai werden elektrische Doppeldeckerbusse fĂŒr den Export verschifft. (Archivbild) - Bild: Tang Ke/XinHua/dpa
Im Hafen der chinesischen Stadt Yantai werden elektrische Doppeldeckerbusse fĂŒr den Export verschifft. (Archivbild) - Bild: Tang Ke/XinHua/dpa

Das Ungleichgewicht im Handel zwischen Deutschland und China wÀchst weiter. China exportierte im Juli Waren im Wert von 12,3 Milliarden US-Dollar (etwa 10,7 Milliarden Euro) nach Deutschland. Das waren 17,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie aus Daten der chinesischen Zollbehörde hervorgeht. In die andere Richtung entwickelte sich der Handel demnach deutlich schwÀcher: Chinas Importe aus Deutschland sanken um 2,7 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. 

Auch ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum zeigt sich die wachsende Schieflage. Von Januar bis Juli legten Chinas Ausfuhren nach Deutschland um 18,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Dollar zu. Die Einfuhren aus Deutschland stiegen dagegen nur um 1,1 Prozent auf 53 Milliarden Dollar. Der chinesische HandelsĂŒberschuss mit Deutschland wuchs dadurch in den ersten sieben Monaten auf fast 27 Milliarden Dollar an.

In Deutschland wÀchst schon lÀnger die Sorge vor stÀrkerer chinesischer Konkurrenz. Als besonders betroffen gelten wichtige Branchen wie der Auto- und Maschinenbau. Viele deutsche Hersteller verlieren in China Marktanteile und treffen zugleich auf den WeltmÀrkten auf stÀrkere chinesische Konkurrenz.

Importe aus anderen Regionen wachsen krÀftig

Im Gegensatz zum Handel mit Deutschland nahmen Chinas Importe aus vielen anderen Weltregionen krÀftig zu. Insgesamt stiegen die chinesischen Einfuhren im Juli um 27,5 Prozent. Die Exporte legten um 23,9 Prozent zu. Die Einfuhren aus den ASEAN-Staaten stiegen um 36 Prozent, aus Russland um 26,8 Prozent, aus Afrika um 25 Prozent und aus den USA um 15,3 Prozent. Gleichzeitig erhöhte China seine Exporte in die ASEAN-Staaten um 38,4 Prozent und nach Afrika um 18,2 Prozent.

de | wirtschaft | 69924217 |