ClimateTech, Millionen

ClimateTech encosa: 25 Millionen für Batteriespeicher-Revolution

02.06.2026 - 14:30:16 | boerse-global.de

Encosa sammelt 25 Millionen Euro für Batteriespeicher ein. Stiftungen wie die Joachim Herz Foundation steigen als Venture-Capital-Geber ein.

ClimateTech encosa: 25 Millionen für Batteriespeicher-Revolution - Bild: über boerse-global.de
ClimateTech encosa: 25 Millionen für Batteriespeicher-Revolution - Bild: über boerse-global.de

Die deutsche Gründerszene erlebt einen grundlegenden Wandel: Während das Münchner ClimateTech-Unternehmen encosa 25 Millionen Euro für seine Batteriespeicher-Lösungen einsammelt, verändern etablierte Stiftungen ihre Strategien und fördern Forscher auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

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Klima-Start-up encosa: 25 Millionen für den Speicher-Boom

Encosa hat eine Finanzierungsrunde über 25 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde sie von Realyze Ventures, unterstützt von First Momentum Ventures, Redstone, Heliad, Verve Ventures und Bayern Kapital. Die Gründer Sascha Koberstaedt und Sebastian Becker setzen auf ein Modell, das Gewerbekunden den Einstieg in Großspeicher ohne Anfangsinvestitionen ermöglicht.

Ihr Ansatz: Unternehmen zahlen nur für die Nutzung der Speicher, nicht für die Anschaffung. Der Markt in Deutschland ist riesig – über 100.000 potenzielle Kunden sehen die Gründer. Die Amortisationszeit für die Systeme liegt zwischen 18 Monaten und fünf Jahren. Das frische Kapital soll nun helfen, Planung, Installation und Betrieb für den Mittelstand zu skalieren.

Stiftungen als Risikokapitalgeber

Parallel dazu hat die Joachim Herz Foundation am heutigen Dienstag einen strategischen Kurswechsel angekündigt. Statt wie bisher reine Forschungsförderung zu betreiben, will die Stiftung künftig als Venture-Capital-Geber auftreten. Ihr Ziel: die berüchtigte Finanzierungslücke – das sogenannte „Tal des Todes" – für deutsche Forscher mit unternehmerischen Ambitionen schließen.

Doch damit nicht genug: Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und die Karl Schlecht Stiftung haben die Bewerbungsphase für ihre Entrepreneurship Talent Academy gestartet. Schüler in Sachsen und der Rhein-Main-Region können sich bis zum 27. September für das sechsmonatige Programm bewerben, das im November beginnt.

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Landwirtschaft im Fokus: Geld für bodenschonende Methoden

Auch die Landwirtschaft rückt in den Fokus der Nachhaltigkeitsförderung. Die Rentenbank führt vom 1. bis zum 22. Juni eine neue Förderrunde für bodenschonende Bewirtschaftung durch. Der Erfolg des Vorjahres spricht für sich: 2025 wurden 35,4 Millionen Euro für über 1.200 Anträge bewilligt – Maschinen, die Kohlestoffspeicherung und Artenvielfalt fördern.

IKEA testet Sozialunternehmen in der Lieferkette

Große Konzerne entdecken zunehmend soziale Unternehmen als Partner. Die Ingka Group, Mutterkonzern von IKEA, hat im Mai einen Pilotversuch in der Schweiz gestartet. Dort übernehmen Organisationen wie BAND und VEBO Aufgaben wie Küchenmontagen und Reparaturen. Unterstützt wird das Projekt von Yunus Social Innovation. Eine Ausweitung auf Italien, Polen und Südkorea ist bereits geplant.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Eine Studie von Generali zeigt: 68 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen sehen Nachhaltigkeit inzwischen als Wettbewerbsvorteil. Beratungsfirmen wie kobaltblau Management Consultants haben darauf reagiert und bereits Anfang 2023 ein spezialisiertes IT-Sustainability-Entwicklungszentrum aufgebaut. Dort geht es um ESG-Kriterien und die Berichterstattung zur sozialen Verantwortung von Unternehmen.

Digitale Anreize für den Klimaschutz

Die Hansestadt Buxtehude geht einen ungewöhnlichen Weg: Seit dem 31. Mai belohnt die Stadt ihre Bürger mit einer „Klima-Taler"-App. Für jede eingesparte fünf Kilogramm CO? gibt es digitale Münzen. Diese können gegen lokale Produkte und Dienstleistungen eingetauscht werden. Das Modell läuft bereits in anderen deutschen Regionen erfolgreich.

Bewährte Strukturen in der Jugendhilfe

Neben den neuen Angeboten bleiben die etablierten sozialen Einrichtungen unverzichtbar. In Dresden betreibt der Verein NE-Natürliches Erleben seit 2008 ambulante und stationäre Jugendhilfe. Das Angebot umfasst spezialisierte Wohngruppen mit intensiver pädagogischer Betreuung sowie Mutter-Vater-Kind-Wohnformen.

In Lübeck bietet die Jugendgerichtshilfe spezielle rechtliche und soziale Unterstützung für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, die in Strafverfahren verwickelt sind. Sie erhalten dort Informationen zu Gerichtsprozessen und Beratungsangebote, die über das eigentliche Verfahren hinausgehen.

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