CO2-Grenzausgleich, CBAM

CO2-Grenzausgleich: EU weitet CBAM auf Haushaltsgeräte aus

22.06.2026 - 04:16:08 | boerse-global.de

Der EU-Ministerrat beschließt die Ausweitung des Klimazolls CBAM auf rund 180 weitere Produkte, darunter Waschmaschinen und Gabelstapler.

EU weitet CO2-Grenzausgleich auf Haushaltsgeräte und Motoren aus
CO2-Grenzausgleich - Grafische Darstellung einer globalen Lieferkette mit leuchtenden Verbindungen, EU-Flaggen im Hintergrund. Fokus auf digitale Daten und CO2-Verfolgung. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juni 2026 beschlossen, den CO2-Grenzausgleich (CBAM) auf Haushaltsgeräte und weitere Industriekomponenten auszuweiten. Betroffen sind künftig auch Waschmaschinen, Kühlschränke, Motoren und Gabelstapler.

Schlupflöcher sollen verschwinden

Bislang erfasste der Klimazoll vor allem Rohstoffe wie Eisen, Stahl und Aluminium. Die EU will nun verhindern, dass Produktion in Länder mit laxeren Klimauflagen abwandert. Die Europäische Kommission schlug rund 180 weitere Produkte vor. Das Parlament stimmt voraussichtlich im September ab. Vollständig umgesetzt wird die erweiterte Liste 2028.

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Schulungen für den internationalen Handel

Die neuen Berichtspflichten sind komplex. In Santander bieten SODERCAN und die Handelskammer am 30. Juni eine spezialisierte Schulung an. Experten der Kanzlei BLN Palao Abogados erklären, wie Importeure und Exporteure Emissionen korrekt erfassen und Wettbewerbsnachteile vermeiden.

Wer zahlt am meisten?

Die Auswirkungen treffen Handelspartner unterschiedlich. Südkoreanische Unternehmen belastet die Abgabe laut Analysten mit umgerechnet rund 190 Milliarden Won. Für China stehen sogar 31 Billionen Won im Raum. Neuseeländische Hersteller von schweren Maschinen und Autoteilen sind besonders betroffen – ihre Produkte bestehen oft zu über 80 Prozent aus Stahl oder Aluminium.

Briten handeln Ausnahme aus

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Das Vereinigte Königreich und die EU vereinbarten eine gegenseitige CBAM-Befreiung für den Energiesektor und die Stahlindustrie. Das spart der britischen Stahlbranche rund 25 Millionen Pfund pro Jahr. Über 15 Jahre könnte das Abkommen das britische BIP um neun Milliarden Pfund steigern.

Milliarden für die Transformation

Parallel zur Verschärfung investiert die EU in saubere Technologien. Über eine Milliarde Euro fließen in Wasserstoffprojekte. In Polen stellt das Programm NEON von NCBR und ORLEN knapp 200 Millionen Zloty für Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft bereit. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2025. Gefördert werden unter anderem CO2-Abscheidung und nachhaltige Kraftstoffe.

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