Controlling-Jobs, KI-Kenntnisse

Controlling-Jobs: Unternehmen fordern KI-Kenntnisse ab August

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 01:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Controller-Stellen verlangen zunehmend IT-Kenntnisse wie SAP und Power BI. Weiterbildungen reagieren auf den Bedarf, während SAP neue KI-Agenten plant.

KI-Transformation im Controlling: Neue Jobprofile und Qualifikationen gefragt
Ein moderner Büroarbeitsplatz mit einem Laptop, der komplexe Datenanalysen und Finanz-Dashboards anzeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Künstliche Intelligenz verändert das Finanzwesen grundlegend. Wer im Controlling Karriere machen will, braucht künftig mehr als klassische Kostenrechnung.

Neue Anforderungen im Stellenmarkt

Die Zeiten, in denen ein BWL-Studium und Excel-Kenntnisse für Controller-Positionen reichten, sind vorbei. Aktuelle Stellenausschreibungen zeigen: Unternehmen suchen zunehmend Fachkräfte, die betriebswirtschaftliches Know-how mit IT-Expertise verbinden.

Die SCHOLPP GmbH in Dietzenbach und die Tetra GmbH in Melle schrieben Ende Juli Positionen aus, die explizit Kenntnisse in Power BI, SAP oder SQL verlangen. Die Aufgaben reichen vom klassischen Vertriebs-Controlling bis zur komplexen Datenanalyse und Szenarioplanung.

Manche Unternehmen locken mit klaren Aufstiegschancen: Bei Neubesetzungen winkt innerhalb von drei Jahren die Beförderung zur Controlling-Leitung – vorausgesetzt, die analytischen Fähigkeiten stimmen. Auch die Proalpha Group sucht Business Controller als strategische Partner, die moderne FP&A-Methoden beherrschen.

Bildungsanbieter reagieren auf den KI-Boom

Der Weiterbildungsmarkt passt sich dem neuen Bedarf an. Anfang August starten Kurse, die Controlling-Grundlagen mit KI-Anwendungen verbinden. Der Anbieter alfatraining bietet Qualifizierungen von der klassischen Budgetierung bis zum KI-Einsatz im Arbeitsprozess an.

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Zusätzlich rücken Zertifizierungen für die KI-Transformation und Rollen wie der Scrum Product Owner in den Fokus. Online-Trainings vermitteln den Einsatz von KI-Tools für Finanzprognosen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Reporting – etwa mit Copilot für Excel oder KI-Sprachmodellen.

Die Agentur für Arbeit und Jobcenter fördern viele dieser Maßnahmen über Bildungsgutscheine.

Software-Innovationen mit Hürden

Auch die Technologie selbst schreitet voran. SAP plant für das dritte Quartal 2026 die Produktivsetzung neuer KI-Agenten für das Logistics Management. Sie sollen in mittelkomplexen Lagern die manuelle Datenpflege durch Echtzeit-Verfügbarkeiten ersetzen.

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Neben den regulatorischen Anforderungen bringt der technologische Wandel im Finanz- und IT-Sektor auch neue Sicherheitsrisiken mit sich, die proaktives Handeln erfordern. Ein kostenloser Ratgeber zeigt, wie Unternehmen aktuelle Bedrohungen abwenden und neue gesetzliche Vorgaben effizient erfüllen können. IT-Sicherheit stärken und gesetzliche Anforderungen erfüllen

Während Großkonzerne wie Salesforce und Oracle den Markt dominieren, drängen spezialisierte Anbieter wie Miivo AI nach, die KI-Werkzeuge gezielt für kleine und mittlere Unternehmen entwickeln.

Doch die Umsetzung birgt Risiken. Eine Analyse von Heringer Consulting zeigte Ende Juli: Digitalprojekte scheitern selten an der Technik selbst, sondern an unzureichenden Datenstrukturen, mangelhaften Prozessen oder organisatorischen Widerständen.

Die Lücke zwischen Bedarf und Können

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist eklatant. LinkedIn- und Adobe-Daten belegen: Die Zahl der Stellenanzeigen mit KI-Anforderungen ist deutlich gestiegen – doch nur ein Bruchteil der Fachkräfte hat entsprechende Qualifikationen vorzuweisen. Im Marketingbereich liegt dieser Anteil gerade einmal bei vier Prozent.

Neue, weltweit verfügbare Lernpfade sollen die Lücke schließen – mit Fokus auf digitale Analytik und den kreativen Einsatz von KI. Wer jetzt investiert, positioniert sich gut für den Arbeitsmarkt von morgen.

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