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Corporate Governance: 40 DAX-Konzerne scheitern bei Bestnote

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 17:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: Kein DAX-Konzern erreicht Bestnote bei Unternehmensführung. Besonders KI-Governance und Haftungsrisiken bleiben große Baustellen.

DAX-Konzerne: Schwächen in Führung und KI-Governance aufgedeckt
Ein futuristisches, transparentes Schachbrett mit holografischen Figuren, das Datenströme und digitale Schnittstellen widerspiegelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kein einziges Unternehmen erreichte die Bestnote „Premium“. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,1 von 5 Punkten.

Besonders in den Bereichen Kapitaldisziplin und Risikosteuerung klaffen die Unterschiede. Nur fünf Unternehmen überzeugten: Airbus, Heidelberg Materials, SAP, Scout24 und die Deutsche Telekom.

Viele Konzerne haben strukturelle Probleme: Der Goodwill übersteigt das Eigenkapital, oder die Ausschüttungen sind höher als der freie Cashflow. Ein sogenanntes Transparenz-Paradoxon zeigt sich bei Bayer, BASF, E.ON, Lufthansa und RWE. Sie berichten besonders offen, schneiden in der Gesamtbewertung aber schwächer ab.

KI-Governance wird zur Pflichtaufgabe

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeit der Aufsichtsräte grundlegend. Experten von EY beobachten, dass die Technologie zunehmend bei der Analyse von Geschäftsberichten, im Medienmonitoring sowie bei Szenarioanalysen und M&A-Bewertungen zum Einsatz kommt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt ein schrittweises Vorgehen.

Voraussetzung für den sicheren Einsatz: hohe Sicherheitsstandards und eine klare KI-Governance. Dazu gehören der Aufbau von Kompetenzen in den Gremien und die Einhaltung des EU AI Act. Auch die Interne Revision setzt verstärkt auf Machine Learning und Prozessautomatisierung, um Risiken früher zu erkennen.

Gerichte verschärfen Haftungsrisiken

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Die Analyse zeigt: Kein DAX-Konzern erreicht die Bestnote „Premium“. Besonders in KI-Governance und Haftungsrisiken klaffen Lücken – mit steigender Regressgefahr durch aktuelle Gerichtsurteile. Unser Report liefert die Checkliste für Premium-Governance und das Rahmenwerk für KI-Compliance. Jetzt kostenlosen Governance-Report anfordern

Die rechtlichen Fallstricke werden immer deutlicher. Das Landgericht München I entschied Ende Mai: Betreiber haften für falsche Tatsachenbehauptungen in KI-generierten Übersichten. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte Mitte Mai: Fehler von Chatbots werden den Betreibern zugerechnet.

Im Urheberrecht bleibt die Lage komplex. Das Amtsgericht München stellte im Februar klar: Reines „Prompting“ begründet kein Urheberrecht. Doch das Landgericht München I und das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigten im Frühjahr: Das Training von KI-Modellen mit geschützten Werken kann eine Urheberrechtsverletzung sein.

Regulierung bremst Investitionen

Die zunehmende Nachhaltigkeitsregulierung belastet die Unternehmen massiv. Eine Umfrage des Genoverbands unter 277 Bankvorständen zeigt: Die Anforderungen an Nachhaltigkeitsdaten bremsen die Kreditvergabe. Knapp die Hälfte der Firmenkunden ist mit der Datenbereitstellung überfordert. Branchenvertreter fordern weniger Bürokratie und mehr Marktorientierung.

Die regulatorische Last trifft auf ein schwieriges Investitionsklima. Laut KfW Research haben 92 Prozent der Unternehmen Investitionsbedarf – aber nur 61 Prozent planen konkrete Umsetzungen. Hauptgründe: hohe Kosten und das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Der Zugang zu Krediten hat sich verschlechtert: Nur noch 24 Prozent der Unternehmen schätzen ihn als leicht ein, im Vorjahr waren es 32 Prozent.

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Die Nachhaltigkeitsregulierung bremst die Kreditvergabe – knapp die Hälfte der Firmenkunden ist mit Datenanforderungen überfordert. Gleichzeitig verschärfen Gerichte die Haftung für KI-Fehler. Erfahren Sie in unserem Leitfaden, wie Sie Haftungsfallen vermeiden und Ihre Governance auf Premium-Niveau heben. Haftungsfallen-Leitfaden jetzt sichern

Großinvestoren reagieren

In diesem Umfeld passen auch die Großaktionäre ihre Positionen an. Der Stimmrechtsanteil der Amundi S.A. an der Deutschen Börse AG sank Ende Juni auf 2,96 Prozent. Bei der Bystronic AG trat Anfang Juli ein neuer Aktionärsbindungsvertrag in Kraft. Und thyssenkrupp hat für Anfang August eine Hauptversammlung einberufen – es geht um die künftige Ausrichtung und Entlastungen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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